Altona / Altona-Nord. Vor ein paar Wochen erhielt es der Bürgertreff Altona-Nord schriftlich: 2011 soll die Zuwendung, aus der der Bürgertreff seine Arbeit bestreitet, bereits um 9.000 Euro gekürzt werden. Bis 2014 seien weitere Kürzungen vorgesehen, die sich insgesamt auf 48.000 Euro belaufen, heißt es in einer Mitteilung des Bürgertreffs.

„Diese Kürzungen gehen an die Substanz. Schon 2011 haben wir damit eine Lücke von gut 10.000 Euro, um die wir unsere Leistungen und Angebote reduzieren müssen. Damit bekommt das Gerede vom zweiten Aufschwungjahr für uns in Altona-Nord einen ganz zynischen Beigeschmack“, so die Einschätzung von Geschäftsführerin Doris Foitzik.

Als einziges Stadtteilzentrum in Altona-Nord ist der Bürgertreff Organisator von Kulturveranstaltungen und Kursen, stellt seine Räume Gruppen und Initiativen zu „moderaten Preisen“ zur Verfügung und engagiert sich sozial als Mitorganisator der Lebensmittelausgabe der Hamburger Tafel in Altona-Nord. Zusammen mit Kooperationspartnern aus dem Stadtteil organisiert der Bürgertreff jährlich Kulturprojekte zum Mitmachen für Jedermann. Das diesjährige Projekt „Poetischer Stadtteil – für jeden Tag ein Gedicht“ in Zusammenarbeit mit der benachbarten Schule Arnkielstraße wurde erst kürzlich beim bundesweiten Wettbewerb „Mixed up“ vom Bundesfamilienministerium mit einem Preis ausgezeichnet. Diese engagierte Stadtteilarbeit sei nun durch drastische Kürzungen des Senats gefährdet.

In 2011 soll der Bürgertreff mit 9.000 Euro, bis 2014 mit insgesamt 48.000 Euro zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Zusätzlich werde ab 01.01.2011 durch Sparmaßnahmen des Senates in der Beschäftigungspolitik auch noch eine Kooperationstelle nach Sozialgesetzbuch (Arbeitsgelegenheit für ältere Arbeitnehmer, „Ü55-Programm“) im Bürgertreff beendet. Damit stehe dem Bürgertreff fürs nächste Jahr ein Einschnitt in Höhe von gut 10.000 Euro bevor.

Am stärksten werde die Stadtteilarbeit betroffen sein, die einen großen Personaleinsatz fordert, in der aber keine größeren Einnahmen zu erzielen sind. Dazu gehöre hauptsächlich das Engagement in sozialen Projekten wie z.B. der Ausgabestelle der Hamburger Tafel in der Langenfelder Straße und die Stadtteilzeitung „Altona-Nord im Blick“.

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen