Altona / Bahrenfeld / Othmarschen. Der Ausbau der Bundesautobahn 7 (BAB 7) nördlich des Elbtunnels rückt näher und die Planfeststellungsverfahren in drei Teilabschnitten werden derzeit vorbereitet. In Verbindung mit dem Ausbau soll auch der lange geforderte Lärmschutz einschließlich der verschiedenen Deckelabschnitte kommen. Bis es so weit ist, stehe vielen von der Baumaßnahme Betroffenen, einschließlich der Autofahrer auf der A7, jedoch eine Geduldsprobe von voraussichtlich vielen Jahren bevor.

Grund hierfür seien jahrelange Bauarbeiten und Leistungseinschränkungen auf der Autobahn. „Die Erfahrungen mit Sperrungen von Elbtunnelröhren zeigen, dass Autofahrer im erheblichen Umfang versuchen werden, den Stau durch Ausweichen auf das Stadtgebiet zu umgehen. Dies wird nicht vollständig zu vermeiden sein. Auf jeden Fall müssen aber Altonas Wohngebiete vor Lärm und Schleichverkehren geschützt werden, auch aus Gründen der Sicherheit. Wir wollen, dass bereits jetzt Konzepte entwickelt werden, die die Anwohnerinnen und Anwohner vor unzumutbaren Belästigungen durch diese Verkehre schützen“, erläutert Thomas Adrian die Zielrichtung eines Antrages, den die SPD-Bezirksfraktion in die letzte Bezirksversammlung eingebracht hat, und der in den Verkehrsausschuss am 06. Dezember zur weiteren Behandlung verwiesen wurde. „Wir befinden uns noch in der Anfangsphase des Planfeststellungsverfahrens des Bundes. Natürlich wäre es utopisch zu behaupten, die Baumaßnahmen hätten keinen Einfluss auf den umliegenden Verkehr“, kommentiert Tim Schmuckall, verkehrspolitischer Sprecher der CDU Altona den SPD-Antrag. Auf den ersten Blick sei es ein „guter Antrag“, dem allerdings noch etwas der Bezug zu Altona fehle, so Schmuckall weiter.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) soll mit diesem Antrag aufgefordert werden, ein Verkehrsmanagement für die Zeit des Ausbaus der BAB 7 zu entwickeln, welches die Stadtteile entlang der Autobahn und insbesondere deren Wohngebiete weitgehend vor Ausweich- und Schleichverkehren schützt. Die Leistungsfähigkeit der BAB 7 soll während der Bauphase so weit wie möglich erhalten bleiben. Gleichzeitig seien in Absprache mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und der Metropolregion Hamburg Maßnahmen zu entwickeln, um insbesondere Pendler zum Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr zu bewegen. Die Kapazitäten seien so weit wie möglich auszubauen. In enger Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde seien Konzepte zu entwickeln, um Ausweichverkehre während der Bauphase auf Hauptverkehrsstraßen zu bündeln. Deren Leistungsfähigkeit ist sicherzustellen. Die örtliche und überörtliche Verkehrslenkung ist zu optimieren. Die Eckpunkte des Konzeptes sollen den Gremien zu Beginn des Planfeststellungsverfahrens beziehungsweise der Planfeststellungsverfahren vorgestellt werden.

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