Altona-Altstadt46-1 Altona / Altona-Altstadt. Vor einiger Zeit kam das Thema ‘Altonaer Wochenmarkt’ auf und sorgte für Verwirrung. Was ist dran an der Behauptung, der Wochenmarkt in Altona-Altstadt könne gefährdet sein? Bezirksamtsleiter Warmke-Rose gab Auskunft. Fest steht: Die politischen Kräfte wollen den Wochenmarkt erhalten. Ein gemeinsamer Antrag für die Sitzung der Bezirksversammlung sieht dies vor.

Ein vorübergehender Umzug des Wochenmarktes wird dem Abriss des Frappant geschuldet sein. Für diesen kurzen Zeitraum müsse der Wochenmarkt voraussichtlich um 300-400m weichen, berichtet Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose. Von der Seite der SEB-Bank könnte sich allerdings mittel- bis langfristig eine Schach-Situation ergeben. Dem gültigen Bebauungsplan Altona-Altstadt 46 (PDF) folgend, könnten neue Baulinien zu einer deutlichen Verengung der Neuen Großen Bergstraße führen und auch ein Teil des Goetheplatzes ist betroffen. Beantragt ein Bauherr einen Neubau, kann nur unter Umständen eine Bebauung versagt werden. Im Resultat könnte dann bis zu 20 Meter in die Neue Große Bergstraße hinein gebaut werden (siehe blaue /grüne Kennzeichnung) und damit die mit dem Bebauungsplan vormals angestrebte Verengung der großen Straße erfolgen.

Der Bebauungsplan Altona 46 wurde weit vor der Entscheidung für IKEA Altona gemacht und ist sechs Jahre alt, berichtet Warmke-Rose. Erst nach sieben Jahren können Bebauungspläne wieder geändert werden und der Countdown läuft bereits. Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen? Nach Informationen von ALTONA.INFO soll es sowohl am West- als auch am Ostende bereits Eigentümer geben, die Pläne konkretisieren und in die Fußgängerzone hinaus bauen möchten. Einen Bauantrag gibt es indes noch nicht, berichtet Warmke-Rose. „Jetzt muss ein Einleitungsbeschluss zur Änderung des B-Planes Altona-Altstadt 46 schnell folgen, damit der Wochenmarkt tatsächlich und rechtssicher in der Neuen Großen Bergstraße bleiben kann“, kommentiert Mark Classen (SPD) die Beschlussvorlage (siehe unten).

Unter Beachtung der auf der Skizze sichtbaren Bebauungsmöglichkeiten (Blau und Grün) ist die Frage nach der genauen Zukunft des Wochenmarktes berechtigt. Laut einem Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung (siehe unten) soll eine Bebauung am Westende vermieden werden. Doch dies selbst löst die Problematik mit dem Wochenmarkt am Ostende nicht. Auch die Formulierung “der Wochenmarkt bleibt bestehen” deutet lediglich darauf hin, dass der Wochenmarkt auf Dauer bestehen bleiben soll. Die Fragen bleiben: “Wohin kommt der Wochenmarkt?” und „Was wird aus dem Goetheplatz”?

Antrag / Beschlussvorlage für die nächste BV :

“Marktplatz Goetheplatz – Planungen jetzt beginnen”
Der Planungsausschuss empfiehlt der Bezirksversammlung, folgenden Beschluss zu fassen:

1. Das Bezirksamt wird aufgefordert, zunächst zeitnah anhand von maßstäblichen Skizzen darzustellen, wie der Wochenmarkt im Bereich Neue Große Bergstraße/Goetheplatz mit möglichst der gleichen Anzahl von Marktständen und seinem vollständigen Sortiment am Standort untergebracht werden kann, wenn der Bebauungsplan Altona-Altstadt 46 umgesetzt wird, das Bauvorhaben IKEA und die Bauvorhaben in der Neuen Großen Bergstraße realisiert werden.
2. Das Bezirksamt wird gebeten darzustellen, welche Marktstände mit welchen Sortimenten derzeit den Wochenmarkt in der Neuen Großen Bergstraße beschicken.
3. Der Wochenmarkt bleibt bestehen.
4. Die Aufenthaltsqualität (auch außerhalb der Markttage) wird erhöht.
5. Die Baurechte aus dem Bebauungsplan Altona Altstadt 46 sind an die Forderungen zu 3) und 4) anzupassen. Dabei ist insbesondere das Baurecht im westlichen Bereich zurückzunehmen, welches eine Überbauung des Fußgängertunnelmundes vorsieht.
6. Mit der Finanzbehörde wird die Forderung aus 5) hinsichtlich der geringeren Flächenvergabe abgestimmt.
7. Bei der späteren Gestaltung/ Möblierung des öffentlichen Raums zu den Flächen Goetheplatz/Große Bergstraße werden insbesondere die Anlieger und interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden.

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. NICHTS GENAUES WEISS MAN NICHT – BZW MÖCHTE MAN UNS AUCH GAR NICHT ERST MITTEILEN!

    Aber: 7. Bei der späteren Gestaltung/ Möblierung des öffentlichen Raums zu den Flächen Goetheplatz/Große Bergstraße werden insbesondere die Anlieger und interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden.

    Da sind wir aber froh!
    Können wir uns ja schon mal Gedanken über die Farben der Bänke machen, auf denen nachher sowieso niemand mehr sitzen kann, weil uns da alles um die Ohren weht – vielleicht Bänke mit Anschnallgurten :-)

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