Hamburg. Zum Entschluss Dr. Walter Scheuerls, bei der Bürgerschaftswahl am 20. Februar 2011 als Kandidat für die CDU anzutreten, äußert sich die Hamburger FDP enttäuscht. “Dr. Scheuerl: Noch glaubwürdig?”, fragt sich der Hamburger Landesvorsitzende Rolf Salo.

Die Entscheidung Dr. Scheuerls, für die CDU zu kandidieren, sei politisch fragwürdig und “menschlich eine große Enttäuschung”. Die richtige Aussage wäre gewesen, die außerparlamentarischen bürgerlichen Kräfte Hamburgs zu bündeln und gemeinsam Rot-Grün in dieser Stadt zu verhindern, meint die FDP. “Diese Chance hat Dr. Scheuerl verschenkt. Bleibt die Frage der Glaubwürdigkeit im politischen System. Wer kann ernsthaft einem Menschen seine Stimme geben, der heute seinen Hut für eine Partei in den Ring wirft, die er noch bis vor wenigen Wochen bekämpft hat?”, so Salo.  In diesem Punkt verhalte er sich wie Ahlhaus, der in dieser Woche “die angeblich so tiefe Überzeugung seiner Partei in Sachen Schulreform kurzerhand zum kleinen Fehler erklärt und den Schwarzen Peter seinem Amtsvorgänger zugeschoben hat”. Doch das Langzeit-Gedächtnis der Hamburger funktioniere bestens.

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