Hamburg / Altona. Der „Brummton“ bleibt scheinbar eine unendliche Geschichte: Nachdem der Hamburger Senat auf eine Nachfrage der SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok einräumte, dass das Heizkraftwerk in Wedel „nicht grundsätzlich als Verursacher auszuschließen“ wäre, verneint das Schleswig-Holsteinische Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume dies nun. Nachdem es Hamburg in diesem Punkt um Amtshilfe gebeten hatte, teilt das besagte Landesamt mit, dass die Senatssicht dort nicht geteilt wird: Alle gesetzlichen Auflagen seien erfüllt und die vorgegebenen Emissionswerte würden eingehalten und die Turbinen seien in Turbinenhallen abgeschirmt.

Anne Krischok (SPD) ist inzwischen über die dauernde Suche nach dem Verursacher genervt: „Niemand will es gewesen sein. Wahrscheinlich werden wir wohl das Wedeler Heizkraftwerk erst als Verursacher ausschließen können, wenn das Kraftwerk in Moorburg in Gang gesetzt wird – und Wedel dann vom Netz genommen wird“. Die zuständigen Behörden orientieren sich an den geltenden Lärmvorgaben, die allerdings nicht das Phänomen der Langweilligen Infraschallwellen erfassen. Allerdings wird das Heizkraftwerk Wedel nach dem Anfahren vom Steinkohle-Kraftwerk Moorburg von Vattenfall vom Netz genommen und abgestellt. Sollte es für den Brummton verantwortlich sein, müsste dieser dann verschwinden.

Tatsache sei, dass das Kraftwerk in Wedel nur eine mögliche Quelle für den Brummton ist. Denkbar wäre auch, dass hier elektromagnetische Wellen von Handy-Masten Verursacher sind. Davon gebe es auch entsprechende Anlagen in den Elbvororten. Auch hier will die SPD-Politikerin den Senat und die zuständigen Behörden dazu bringen, sich diesem Thema zu stellen, um hier für die Betroffenen Antworten zu erlangen.

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