STECKBRIEF:

Vollständiger Name: Canan Ulufer
Partei: GAL
WK: 3
Geburtstag: 12.5.179
Geburtsort: Hamburg
Familienstand/Kinder: Ledig
Beruf: Dipl. Sozialpädagogin, Schwangerenberatung bei der Diakonie Hamburg
Mehr Infos (Internet): Facebook : http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Canan-Ulufer/194229050588419


FRAGEBOGEN:

Was motiviert Sie besonders an der Politik in der Bürgerschaft?
Die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Hamburgerinnen und Hamburger zugänglich zu machen. Mich motiviert der Gedanke, dass alle Hamburgerinnen und Hamburger mit und ohne Migrationshintergrund durch den gemeinsamen Dialog sich füreinander und für ein gemeinsames  Miteinander einsetzen. Erst der Dialog auf Augenhöhe und der Austausch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kulturen setzen einen Prozess der Annäherung und des gegenseitigen Verständnisses in Bewegung. Ich möchte mich aus diesen Gründen für einen aufgeklärten „Euro-Islam“ einsetzen, der sich für Religionsfreiheit- und Glaubensfreiheit einsetzt.  Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht und muss auch für ALLE religiösen Minderheiten in Deutschland gelten. Zur Religionsfreiheit gehören sowohl die positive als auch die negative Religionsfreiheit und die Freiheit des Religionswechsels. Demgemäß ist der Dialog mit dem Islam und anderen Religionen bedeutend, welches ich gerne als integrative Figur und Brückenbauerin mitgestalten und unterstützen möchte. Nur gemeinsam und geschlossen können wir ein friedliches Zusammenleben in einer multiethnischen Gesellschaft mit verschiedenen kulturellen und weltanschaulichen Prägungen in einer immer schneller wachsenden globalisierten Welt erreichen.

In welchen Ausschüssen werden Sie sich engagieren?
Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich mich sehr gerne nach einer Wahl in die Bürgerschaft im Familien,-  Kinder- und Jugendausschuss, Härtefallkomission und Kulturausschuss engagieren.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit am liebsten?
In meiner Freizeit bin ich mit Freunden gerne im Schanzenviertel, am Spritzenplatz und am Hafen. Ich liebe es, mit meinen Freunden in den Cafes zu sitzen, mit den Menschen ins Gespräch zukommen und über das Leben zu philosophieren. Dabei tausche ich mich sehr gerne über die Bundesliga und die türkische Süper Lig aus. In diesen Gesprächen spüre ich die „Welt“, die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten. Dieser ergiebige Dialog macht mir regelmäßig deutlich, dass in Altona die „Welt“ wohnt und ich mich mittendrin befinde.

Bitte weisen Sie mit einfachen Begriffen/Stichwörtern auf Ihre parteipolitische Ausrichtung in der anstehenden Wahlperiode hin (maximal 300 Zeichen).
Das Thema Antidiskriminierung sowie Integration und Frauenpolitik liegen  mir ganz besonders am Herzen, somit mochte ich mich parteipolitisch gegen  Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Homophobie  einsetzen. Sowie für die Abschaffung des Wahlzwangs für Jugendliche mit zwei Staatsangehörigkeiten, ein kommunales Wahlrecht auch für Nicht-EU-BürgerInnen, ein angemessenes Bleiberecht für Flüchtlinge, für den interkulturellen Dialog, für eine bessere soziale und politische Teilhabe von MigrantInnen, für  Vielfalt, gute Bildung und Integration und ferner für eine transparente Bürgerbeteiligung einsetzen.

Was verbindet Sie mit Hamburg?
Mich verbindet die Migrationsgeschichte meine Familie mit Hamburg. Mein verstorbener Großvater ist in den 1960er Jahren nach Hamburg emigriert. Später sind meine Eltern nachgezogen. Mit der Migration nach  Hamburg fing für meine Familie ein neues Leben an, ein Leben in der Fremde mit einer anderen Sprache, einer anderen Kultur.  Die Hamburger haben meinen Eltern das Gefühl gegeben, ein Teil vom ganzen Wir zu sein. Die Menschen sind hier weltoffener und bemühter den Weg des Dialoges zu gehen. Deshalb  verbinde ich mit Hamburg die Brücken in meinem Herzen. Hier habe ich das Licht und das Tor zur Welt erblickt = „Hamburg ist das Tor zur Welt“ dieses Tor hat mein Leben in unterschiedlichen Bereichen geprägt und ich bin der Mensch geworden, der ich heute bin.

Ihr größter Erfolg? (privat oder beruflich)
Als ehemalige Hauptschülerin, Realschülerin, Kinderpflegerin und Erzieherin habe ich es geschafft, mein Studium zur Dipl.-Sozialpädagogin mit einer sehr guten Note abzuschließen. Mein zweiter Bildungsweg hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Mein größter Erfolg war unzweifelhaft, dass ich trotz meiner Sichtbarkeit (“Kopftuch“) es immer wieder geschafft habe, mich gegen Leute, die Vorurteile gegen mich hatten, zu behaupten. Deshalb bedeutet Erfolg für mich vor allem, dass man es schafft, seine Ängste zu besiegen und an sich und seine Träume zu glauben. Ich glaube aber auch, dass Erfolge sowie Misserfolge -eben ganz unterschiedliche Erfahrungen- mich immer wieder angetrieben haben, an meinen Zielen festzuhalten und diese nicht aus den Augen zu verlieren sowie mit meinen Schwächen und Stärken umzugehen. Ich bin die, die ich bin. Das ist vielleicht der größte Erfolg in meinem Leben.

Ihre größte persönliche Stärke? Ihre größte Schwäche?
Meine größte Stärke: Empathie, den Glauben und die Hoffnung niemals zu verlieren Meine größte Schwäche: Sushi und Fußball

Ihr Lieblingsort in Hamburg?
Das ist schwierig zu beantworten, wenn man in der der schönsten Stadt Deutschlands lebt…Es gibt hier so viele schöne Orte = wie zum Beispiel der Isemarkt, das Schanzenviertel, die Alster, der Hafen, Ottensen und mein zu Hause natürlich!