Hamburg. Die Reiterstaffel sei ein „schlechter PR-Gag“. Bereits seit Wochen sollen Pferde nicht mehr in Hamburgs Grünanlagen eingesetzt werden dürfen. Der Senat habe nun verlauten lassen, dass Reiter weniger als jede fünfte Stunde in der Öffentlichkeit sichtbar waren.

Die Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok (SPD) findet dieses Ergebnis erschütternd: „Wozu wurden diese denn eingesetzt, wenn sie nicht auf Hamburgs Straßen Präsenz zeigen? Und dann wird noch darauf verwiesen, dass die Pferde bei strengem Frost nicht patrouillieren können: Straftäter halten sich aber auch nicht an die Jahreszeiten“.

Der Grund für die geringe Präsenz der Reiterstaffel sei laut Senat neben dem schlechten Wetter  der Fortbildungsbedarf, Urlaub, Krankheit, Elternzeit, Pferdepflege und Verladezeiten. „Das wird sich auch künftig nicht ändern“, so  Krischok. „Natürlich müssen Pferde gepflegt werden und es wird auch weiter auch krankheitsbedingte Ausfälle geben – wie in jedem Unternehmen. Aber wenn das dafür sorgt, dass die Reiterstaffel nur zu 20% zu ihren eigentlichen Ziel eingesetzt werden kann, dann sollte man das Projekt gleich beenden: Solchen Unsinn brauchen wir uns dann nicht leisten und die Polizisten können wir auch sinnvoller einsetzen“. Da ohnehin schon Stellen abgebaut würden, soll das Projekt auf seine Wirksamkeit überprüft werden. „Angesichts der Belastungen der übrigen Beamten und des Abbaus der Präsenzzeiten der Polizisten auf unseren Straßen zweifeln nicht nur die Bürger an dem Sinn der Reiterstaffel“ ist sich die SPD-Wahlkreisabgeordnete sicher: „Auch die Polizisten selber tun dies“!

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