Altona / Bahrenfeld. Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Gabi Dobusch kritisiert die Bezirksverwaltung Altona. Eine Anwohnerin der Pfitznerstraße hatte sich an ihrem Info-Stand über die Informationspraxis des Bezirksamts beschwert, heißt es in einer Mitteilung. Es sei versäumt worden, die Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über die mit dem Namenswechsel von „Pfitznerstraße“ zu „Friedensallee“ notwendig gewordene Änderung ihrer Hausnummern in Kenntnis zu setzen. Das habe zur Folge, dass die Anwohner sich über ihre korrekte Anschrift im Unklaren seien.

Dobusch forderte das Bezirksamt auf, nunmehr schnell für Abhilfe zu sorgen und die Anwohner umgehend über ihre neuen Hausnummern und die damit zusammenhängenden
Adressänderungen zu informieren. Der „Fehler“ liege allerdings nicht beim Bezirksamt Altona, sagt Sprecherin Kerstin Godenschwege: „Bereits ab dem 30. Dezember 2010 sind alle Eigentümer von den Bauprüfern des Bezirksamtes angeschrieben und über die Änderungen informiert worden. Anscheinend wurden diese nicht rechtzeitig umgesetzt oder die Mieter nicht informiert.“

Seit dem 27. Januar 2011 ist die Umbenennung der Pfitznerstraße in „Friedensallee“ amtlich geworden, nachdem der Hauptausschuss der Bezirksversammlung bereits im November 2009 hierzu einen Beschluss gefasst hatte. Die Hausnummern 1 bis 80 mussten nun in 301 bis 380 geändert werden. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung hatten sich die Anwohnerinnen und Anwohner der Pfiztnerstraße mit 80,7 Prozent eindeutig für „Friedensallee“ als neuen Namen ihrer Straße entschieden. Die Bezirksversammlung war diesem Wunsch gefolgt. Die Umbenennung der Pfitznerstraße sei notwendig gewesen, da der Komponist und Autor Hans Pfitzner Beziehungen zu den nationalsozialistischen Machthabern hatte.

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