Hamburg / Altona. 20 U-Bahn-Haltestellen sollen in den kommenden vier Jahren umgebaut werden. Bürgermeister Olaf Scholz hatte in seiner Regierungserklärung am 23. März 2011 den barrierefreien Ausbau aller U-Bahn-Haltestellen bis zum Jahr 2020 angekündigt.

„Das ist ein gutes Signal für eine kundenfreundliche Verkehrspolitik“, freut sich Anne Krischok, die SPD-Wahlkreisabgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Allerdings gibt es bei uns im Hamburger Westen keine U-Bahnhöfe, sondern „nur“ S-Bahnhöfe.“ Aber auch hier tue sich was. Für S-Bahnhöfe sei die Deutsche Bahn und nicht der HVV zuständig. Deshalb seien hier die Einflussmöglichkeiten Hamburgs begrenzter. Anne Krischok kommentiert: „Dank des Konjunkturprogramms der Bundesregierung gibt es in diesem Jahr noch Haushaltsmittel, die die Deutsche Bahn für die S-Bahnhöfe im Bezirk Altona ausgeben kann“. Im S-Bahnhof Bahrenfeld soll ein Aufzug neu gebaut werden, beim S-Bahnhof Hochkamp soll der Bahnsteig erneuert und das Bahnsteigdach saniert und ebenfalls ein Aufzug gebaut werden. Beim S-Bahnhof Othmarschen soll nach dem Neubau des Aufzugs auch das Bahnsteigdach verlängert werden. Auch die Beleuchtungsanlage, das Wegeleitsystem und die Beschilderung sollen hier erneuert werden.

Anne Krischok, die seit der letzten Legislaturperiode Mitglied im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft ist, begrüßt die Initiative des Senats, das Tempo des barrierefreien Ausbaus deutlich zu erhöhen. „Um möglichst viele Fahrgäste zu gewinnen und an den öffentlichen Nahverkehr zu binden, ist der Zugang zur U- und S–Bahn sowohl für ältere und gehbehinderte Menschen als auch für Eltern mit Kinderwagen ein sehr wichtiger Faktor“. Die zusätzlichen Maßnahmen werden mit der Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) und dem Landes-Seniorenbeirat (BSB) sowie dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) abgestimmt. Finanziert wird dies aus Zuschüssen des Bundes für „Regionalisierungs- und Entflechtungsmittel“.

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