Haltestelle Othmarschen. Foto: Bürgerverein Flottbek-Othmarschen e.V.

Die Altona-Blankeneser Eisenbahn war eine der ersten elektrifizierten lokalen Bahnen in Deutschland. Sie führt heute vom Bahnhof Altona über Blankenese nach Wedel  und ist fester Bestandteil des S-Bahn Netzes in Altona.

Die Strecke wurde 1865 gebaut und  1867 eröffnet. Sie war anfangs nur eingleisig und hatte nur einen Bruchteil der heutigen Unterwegshalte vorzuweisen, nämlich Klein Flottbek und Bahrenfeld. Knapp 15 Jahre später wurde Othmarschen an das Bahnnetz angebunden und die Möglichkeit, auch am Wochenende schnell zu reisen, brachte viel positive Resonanz Seitens der Altonaer hervor. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sollte die Bahnverbindung ausgebaut werden und reichte in das holsteinische Wedel hinein. Zu diesem Zeitpunkt wies der Fahrplan schon zehn Zugfahrten täglich auf. Aufgrund von umfangreichen Baumaßnahmen musste der Blankeneser Bahnhof als Kopfbahnhof herreichen. Später wurde weiter expandiert und die Bahn wurde an das Hamburg-Altona Netz angebunden und in diesem Zuge zweigleisig gebaut und 1907 durch Hochleitungen elektrisch betrieben. Mittlerweile waren die Haltestellen Hochkamp, Iserbrook Sülldorf und Rissen dazu gekommen.

Um 1934 wurde das Bahnsystem als S-Bahn betrieben und durch technische Fortschritte konnte statt einer Oberleitung eine Seitenschiene eingerichtet werden, die den Zug mit Strom versorgte. Dieser Ausbau sollte auch in Richtung Wedel vorgenommen werden, dauerte aber aufgrund des zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen Zerstörung länger an. Erst 1950 zeigten sich nennenswerte Fortschritte. Im 20. Jahrhundert erfuhr die Bahnlinie zahlreiche Neuerungen. Zusätzliche Haltestellen kamen jedoch nicht dazu. Bis 1997 wurde auf der Strecke zwischen Blankenese und Altona Güterverkehr betrieben. Aufgrund mangelnder Nachfrage wurde dieser jedoch nach und nach eingestellt.

Die heutigen Haltestellen sind (Altona – Wedel):

Altona – Bahrenfeld – Othmarschen – Klein Flottbek – Hochkamp – Blankenese – Iserbrook – Sülldorf – Rissen – Wedel

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen