Hamburg / Altona. Bildung soll zukünftig eine gemeinsame Aufgabe aller Bildungsakteure in Hamburg werden. In dem Pilot-Konzept sollen sich die regionalen Institutionen für Bildung, Beratung und Erziehung vernetzen. Den Auftakt dazu bildet der Bezirk Altona. Ziel sei es, das Bildungsangebot vor Ort zu optimieren, um die Bildungschancen aller Menschen im Quartier zu erhöhen. Nach dem Motto „Nicht in Zuständigkeiten denken –in gemeinsamer Verantwortung handeln“ findet  am 11. Mai die 1. Regionale Bildungskonferenz in Altona auf bezirklicher Ebene statt.

Sie soll den Auftakt für weitere Bildungskonferenzen bilden, in denen sich, ausgehend von den staatlichen Schulen im Bezirk Altona, „die Institutionen für formale, nonformale und informelle Bildung, Beratung und Erziehung in den Stadtteilen und Quartieren flächendeckend vernetzen“, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes Altona. Damit erfolge die Umsetzung des Hamburgischen Schulgesetzes, das eine Kooperation aller staatlichen Schulen mit örtlichen Bildungsträgern vorsieht.  Die „Regionalen Bildungskonferenzen“ werden zunächst zentral auf bezirklicher Ebene und im zweiten Schritt in sechs lokalen Regionen eingerichtet werden.

Die regionalen Bildungslandschaften sollen nach Vorgabe der Hamburger Schulreform unter Federführung der Behörde für Schule und Berufsbildung in enger Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern langfristig zur Verbesserung der Bildungschancen in allen Lebensphasen und der Attraktivität der Stadtteile bzw. Quartiere gleichermaßen beitragen. Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose:„Zur längerfristigen Verbesserung der Bildungschancen brauchen wir koordinierte Bildungslandschaften, in denen die verschiedenen Bereiche des lebenslangen Lernens von der Kita über Schule, Ausbildung, Erwachsenenbildung bis hin zur Seniorenbildung miteinander verbunden sind. Gemeinsames Ziel des Bezirksamtes und der Behörde für Schule und Berufsbildung ist es, jedem Bürger die vorhandenen vielfältigen Bildungsangebote zugänglich zu machen.“

Die vielfältigen bereits bestehenden Kooperationen würden in die Regionalen Bildungskonferenzen eingebunden, ausgebaut und aufeinander abgestimmt. Neue Netzwerke sollen gebildet werden, sodass ein noch vielfältigeres, transparentes Bildungs-, Beratungs- und Erziehungsangebot in den einzelnen Regionen des Bezirks entstehen kann.

In der Altonaer Auftaktveranstaltung wird in kleinem Rahmen – darunter Eltern- und Schülervertreter sowie Schulleitungen der Altonaer Schulen, Vertreter der zuständigen Fachbehörde, der Bezirksverwaltung, Politiker aus der Bezirksversammlung sowie Interessenvertreter der Kindertagesbetreuung, des Sports, der Kultur, der Volkshochschule, der Jobvermittlung, der Jugendhilfe sowie des Bereichs Migration – über Möglichkeiten, Chancen und Aufgaben von Regionalen Bildungskonferenzen im Bezirk informiert. Erste Bedarfe für den Bezirk sollen anschließend (in einer Arbeitsphase) gemeinsam erarbeitet und in künftigen lokalen Bildungskonferenzen weiterentwickelt werden.

Die Erste Regionale Bildungskonferenz im Bezirk Altona findet am

Mittwoch, 11.Mai um 17.00 Uhr
in der Schule Arnkielstraße
Arnkielstraße 2-4
22765 Hamburg

statt. Die Sitzung ist öffentlich.

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