– SONDERVERÖFFENTLICHUNG –

Beim Fachgespräch am 5. Mai nahmen Handwerks- und Gewerbetreibende, Vertreter der Wirtschaftsförderung, der Handwerkskammer sowie der Handelskammer teil. Dabei fanden die bisher erarbeiteten Ziele der Öffentlichkeitsbeteiligung des Zukunftsplan Altona grundsätzliche Zustimmung. Die beiden Leitziele, die in der Arbeitsgruppe Arbeit und Gewerbe für Altona erarbeitet wurden, lauten: Die Entwicklung des Gewerbebestandes fördern, sowie die Vielfalt von Nutzungen, Räumen und Unternehmen nutzen.

Altona ist geprägt von einer heterogenen Mischung von Wohnen und Arbeiten. Auch wenn dies bisweilen Konflikte beinhaltet, ist es erklärtes Ziel, die vielfältige Mischung zu erhalten. In den letzten Jahren wurden einige Handwerks- und Gewerbebetriebe zugunsten von Dienstleistung und Wohnen verdrängt. Beim Fachgespräch wurden Lösungsvorschläge für die Zielkonflikte zwischen Wohnen und Arbeiten in einer intensiven Diskussion konkretisiert. So machten die Vertreter der Wirtschaft deutlich, dass eine adäquate verkehrliche Erschließung eine Voraussetzung für das Funktionieren aller Unternehmen ist. Insofern sei bei allen Planungen die Erreichbarkeit sowohl für Mitarbeiter und Lieferanten als auch für Kunden ein zentraler Aspekt.

Als eine Lösung für Konflikte zwischen Wohnen und störendem Gewerbe wurde das Modell Gewerbehof vorgestellt, bei dem Gewerbeflächen in zentralen Lagen zu günstigen Mietkonditionen in mehrgeschossigen Gebäuden mit besonderer technischer Ausstattung angeboten werden. Ziel ist, insbesondere für potentiell störende Betriebe ein Angebot zu schaffen, das ungestörtes Arbeiten mit sicheren Mietverträgen verbindet. Dazu wurden auch Beispiele aus München vorgestellt, wo städtisch betriebene Gewerbehöfe seit Jahren erfolgreich gebaut werden.

Auf der Planungswerkstatt am Samstag, 25. Juni werden alle Ergebnisse zusammen geführt und räumliche und thematische Konkretisierungen im Plangebiet gesucht. Dabei sind auch Konflikte zwischen Anwohnerbedürfnissen und Bedarfen von Gewerbebetrieben zu behandeln, wobei die spannende Herausforderung zu bedenken ist, dass beide Perspektiven in der Stadt berechtigt und notwendig sind.

Dazu sind Alle herzlich eingeladen.

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Bezirksamt Altona

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