Altona / Altona-Altstadt. Das Bezirksamt legt den Bebauungsplanentwurf Altona-Altstadt 58, für das Gebiet zwischen Große Bergstraße und Schomburgstraße, öffentlich aus. Der Entwurf, der in der Zeit vom 22. Juni bis 3. August 2011 werktäglich im Technisschen Rathaus (Jessenstraße) zu sehen ist, kommt dabei zu erstaunlichen Vorgaben.

Mit dem Bebauungsplan Altona-Altstadt 58 sollen planungsrechtliche Voraussetzungen für neuen Wohnungsbau geschaffen werden, so das Amt. Für die als Parkplatz genutzte Fläche zwischen Hospitalstraße, Schomburgstraße, Virchowstraße und Kleiner Bergstraße sei ein mehrgeschossiger Wohnungsneubau vorgesehen, der vorhandene Blockrandstrukturen aufnehme. Diese „innerstädtisch untergenutzte Fläche“ soll laut Amt „städtebaulich aufgewertet“ werden. Es sei vorgesehen, die Kleine Bergstraße für den Bereich des Bebauungsplans aufzuheben. Eine Befahrbarkeit für die rückwärtigen Grundstücksteile der Großen Bergstraße soll jedoch ermöglicht werden.

Im Bereich der Großen Bergstraße sollen nach der Mitteilung vom Bezirksamt Altona darüber hinaus „Spielhallen, Wettbüros sowie Vorführ- und Geschäftsräume, deren Zweck auf die Darstellungen und Handlungen mit sexuellem Charakter ausgerichtet ist, ausgeschlossen werden“. Für die bestehende öffentliche Park- und Spielanlage sei die Ausweisung öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz vorgesehen.

4 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Tja …, nachdem man Fakten schuf und vergaß die Öffentlichekit zu beteiligen holt man dieses jetzt schnell nach; garniert das Ganze in der Überschrift mit Dingen wo man davon ausgeht, dass die Bewohner dieses auch nicht wollen und hofft, dass keiner genauer darauf schaut was denn der wirkliche Inhalt des B-Planes ist.

    • Die Planung ist seit fast 10 Jahren bekannt – sie ist in der Vorbereitenden Untersuchung zum Sanierungsgebiet „Grosse Bergstr:“ dargestellt worden.
      Meines Wissens nach ist dieses auch im Sanierungbeirat behandelt worden. Kernelement war hier den Platz in der Gänze nicht zu bebauen, sondern die Strassenflächen (die an dieser Stelle keiner braucht) und damit gleichzeitig die Blockstruktur wieder zu schließen. Das Bauprojekt besteht aus Baugemeinschaften, die seit Jahren aktiv in Altona-Altstadt sind. Der „wirkliche“ Inhalt des B-Plans ist schlicht Wohnungsbau (s. – den wir dringend auch in Altona-Altstadt brauchen. Die Autos verschwinden in einer Tiefgarage. Das dort Spielhallen und Sexshops verbietet, ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre in denen es z.T. vier Spielhallen (+ Wettbüros) in dem Gebiet gegeben hat, sicherlich sehr sinnvoll. Auch die Ausdehnung von Sexshops aus Richtung Reeperbahn/ Nobistor muss von vornherein ein Riegel vorgeschoben werden.
      Nach §33 BauGB kann ein Vorhaben mit sog. „Vorweggenehmigungsreife“ genehmigt werden, wenn es u.a. den künftigen Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht entgegensteht. Dies ist ein gängiges Verfahren und wird vielfach angewandt – und hat nichts, absolut NICHTS mit der Wahlbeteiligung in Altona-Altstadt zu tun. Es sollten vielleicht mal etwas weniger Verschwörungstheorien gestreut werden , dann klappt das auch mit der Kommunikation besser…
      Christian Trede, GAL-Altona

  2. Hmm, das verstehe ich jetzt nicht. Der Parkplatz und die Leute die dort in ihren Autos und Wohnmobilen gewohnt haben sind schon lange weg, die Garage und der Keller für den Neubau vom BVE oder ASBV sind schon fertig. Bauen die dort etwa ohne gültigen Bebauungsplan oder werde hier wieder einmal Tatsachen geschaffen bevor jemand etwas dagegen sagen kann?

    • Ja so ist es – „Altoba“ hat eine „Vorweggenehmigung“ erhalten!
      So werden Fakten geschaffen gegen die niemand mehr etwas sagen kann, weil der Bau fertig ist.
      Aussage eines Mitarbeiters des Technischen Rathauses
      „Altona-Altstadt hat halt eine geringe Wahlbeteiligung, da kann man so etwas machen“

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