Belegten den ersten Platz: "Jan Pape"

Altona / Altona-Altstadt. Am letzten Tag der Altonale fand der Altonale-Bandwettbewerb statt. Bands waren angetreten, um die Ränge zu beschallen, die leider bei Wind und Regen mehr oder weniger leeren blieben. Den ersten Platz machten die Pinneberger „Jan Pape“, ganz knapp dahinter landeten „Adam und Ela“ aus Bad Oldesloe. Dritter wurde Groovista aus Altona, den vierten Platz belegten „Fred Adrett“ aus Eimsbüttel.

Zunächst sollte den Bands angerechnet werden, dass sie bei dem Mistwetter überhaupt erschienen sind. Die Bänke vor der ECA-Rockbühne sind leer und die wenigen Zuschauer drängen ich um den kleinen Bierstand. „Hallo ihr beiden“, grüßt Frontsänger Fred von „Fred Adrett“. Kurz darauf geht es auch schon los. Ihren Stil bezeichnen sie selbst als „Akustisch / Christlich / Melodramatischer Pop-Song“. Christlich? Vielleicht ein kleiner Seitenhieb vom sarkastischen Fred. Mit schnarrender Stimme besingt er das Leben, die Liebe, Glück und Pech.

Nach einer kurzen Umbaupause geht es weiter mit „Groovista“. Die dreiköpfige Rocker-Truppe legt ohne Kompromisse sofort los und rüttelt die Anwesenden wach. Schon beim ersten Lied sieht man den dreien ihre Spielfreude an. Ganz nach dem Motto „Was haben wir denn zu verlieren?“, spielen „Groovista“ in voller Inbrunst auch für fünf Zuschauer.

Nach dieser kurzweiligen Einlage folgen die Bad Oldesloer „Adam und Ela“. Schon beim Soundcheck ist die Jury beeindruckt: Eine Sängerin und drei Background-Sänger mit kräftigen Stimmen. Das Quintett lässt es mit melodischem Deutsch-Pop-Rock etwas ruhiger angehen. Fast schüchtern wirkt Sängerin Daniela Kretz bei ihren Ansagen. In den Liedern überzeugt sie allerdings mit klarer, fester Stimme und lässt viele Gäste gedankenverloren mitwippen. „Adam und Ela“ sind definitiv eine Band zum Zuhören. Die Texte reichen von verträumt bis spaßig und erzählen von einer Art „besserem Ort“ – ganz ohne weinerlich zu sein.

Zuletzt betreten „Jan Pape“ die Bühne. Drei Jungs aus Pinneberg mit Affinität zu St.Pauli. Man könnte die Drei vielleicht als die männliche Antwort auf „Adam und Ela“ bezeichnen. Energiegeladen kommen die drei Musiker auf die Bühne und lassen das Mistwetter einfach mal Mistwetter sein. Ihr Erfolgsrezept: Spaß. Es ist keiner da, es ist kalt, und es ist nass -Na und? Die Laune lassen sich Jan Pape und seine Kollegen nicht verderben und ziehen ihr kräftiges Programm aus Deutsch-Rock knallhart durch. Nachdem sie ihren ersten Preis abgeholt haben, drehen sie ihre 20-minütige Ehrenrunde und geben noch einmal ihr Bestes.

Gratulation von ALTONA.INFO und viel Erfolg weiterhin!

KOMMENTAR / LESERBRIEF

Antwort hinterlassen