Altona / Ottensen. Zum nunmehr 9. Mal feiert Afrika in Hamburg. Aus einem kleinen Fest aus dem Jahre 2003 ist mittlerweile ein dreitägiges Festival geworden, an dem traditionsgemäß auch etwas lauter getrommelt wird. Für die Altonaer Politik ist das eine Selbstverständlichkeit, Beschwerden der Anwohner sind allerdings nicht ausgeschlossen.

Erst vor wenigen Monaten war im Altonaer Rathaus über das Thema Lärmbelästigung debattiert worden. Anwohner der Ottenser Hauptstraße hatten sich über eine „nicht zumutbare“ Lärmbelästigung durch Straßenmusik beschwert und eine Eingabe an den Verbraucherausschuss der Bezirksversammlung Altona gesendet. Ergebnis der Diskussionen war ein Beschluss zur Aufstellung von Hinweisschildern. Im Rahmen des Afrika-Festivals könnte es nun erneut zu Beschwerden wegen zu lauten Trommelns kommen, befürchtet das Bezirksamt Altona. Für Gesche Böhlich (GAL) ist das nicht nachvollziehbar: „Was hat denn Straßenmusik mit einem Festival zu tun? Diese beiden Dinge zu vergleichen und sich wegen Trommelmusik zu beschweren ist nicht nur Pinneberg, das ist der tiefste Busch.“ In der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses einigte man sich darauf, das Festival mit „kleinen Auflagen“ – wie die Beachtung der Nachtruhe ab 22 Uhr – zu genehmigen und erstmal „abzuwarten“, welche Beschwerden im Nachhinein auf das Amt zukommen.

Das Open-Air-Festival findet vom 26.-28. August in Ottensen statt. Präsentiert wird eine Schau der vielfältigen Musikstile Afrikas. Zugleich erstreckt sich entlang der Fußgängerzone in der Ottenser Hauptstraße vom Bahnhof Altona bis zum Spritzenplatz ein afrikanischer Markt.

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