IKEA Altona: Bauantrag eingereicht


Hamburg / Altona. IKEA hat einen Bauantrag bei der Stadt Hamburg eingereicht, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Wir hoffen auf eine Baugenehmigung im Herbst und könnten dann Anfang 2012 mit dem Bau des Einrichtungshauses beginnen“, sagt Armin Michaely, Expansionschef IKEA Deutschland.

Die Eröffnung des Möbelhauses sei für Juni 2013 geplant. 18.000 Quadratmeter soll die Verkaufsfläche umfassen, 730 Parkplätze werde es in dem IKEA Parkhaus geben. Um möglichst viele Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins erste IKEA Einrichtungshaus in der Fußgängerzone zu bringen, sei für den Möbeltransport ein flexibles Lieferkonzept geplant. Dabei sollen u.a. Möbeltaxen und Elektromobilität eine große Rolle spielen.

Zum Thema Umwelt will IKEA auf innovative Technik setzen. Geplant seien zum Beispiel eine thermische Solaranlage und innovative Lüftungsanlagen. Das Ergebnis des Architekturwettwerbes im vergangenen Februar habe man weiter angepasst und “verbessert, heißt es in der Mitteilung weiter.

Hier geht es zum Diskussionsforum

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=37313

geschrieben von bei Aug 19 2011. abgelegt unter Dossier & Archiv, Ikea Altona, Meldungen, Politik Wirtschaft Gesellschaft. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

10 Reaktionen für “IKEA Altona: Bauantrag eingereicht”

  1. raver

    Für mich hat (obwohl ich für die Ansiedlung Ikea`s bin) das ganze ein “Geschmäckle”.
    Es ist sicher sehr nett von Ikea, sich den hanseatischen Gepflogenheiten der Zeitplanung (Elbphilharmonie usw.) anzupassen :-).
    Erst wird mit Hochdruck abgerissen und jetzt der Grund der Baugrube seit Wochen geharkt. Dies entspricht nicht unbedingt der Dynamik eines Großunternehmens, da steckt was dahinter. Fließen vom Senat nicht die Gelder, werden Zugeständnisse …….eßt? Was läuft hier ab?

  2. Susanne

    Ihr habt sicherlich alle Recht mit Eurer Kritik: Ikea wird Altona schon ein ganzes Stück weit überrollen, und das auch noch buchstäblich. Und vieles verändern. Nur ich freu mich trotzdem drauf.

    Ich bin in Altona geboren und aufgewachsen, und habe auch das Frappant zu seinen Glanzzeiten erlebt. Da war es schick und gemütlich, aber die letzten Jahrzehnte war die ursprünglich nette Große Bergstraße ein ziemlicher Schandfleck, das wollen wr mal nicht vergessen bei aller berechtigter Kritik.
    Wenigstens sind seit geraumer Zeit endlich die Pavillions weg, und alles wirkt offener und einladender, aber “Tote Hose” herrscht trotzdem.
    Dass die Läden eingehen, liegt nicht an Ikea, sondern an den wenigen Anziehungspunkten dort. Seit Karstadt nicht mehr da ist, gibt es nur noch wenig Gründe, um dort überhaupt hinzulaufen. Es sei denn, vielleicht, man muss zum Arzt. Nun gut, es gibt Budni, die Haspa, Dat Backhus, aber all das gibt’s auch quer über’n Bahnhof in der Ottenser Hauptstraße, und da ist es gemütlicher.

    Ein Ikea in der Großen Bergstraße ist meines Erachtens eine Chance, diesen Stadtteil endlich wieder zu beleben, und auch und besonders eine Chance für die kleinen Läden: Wer will schon immer Köttbullar essen, und in so einem stickigen Kasten? Dann lieber nach dem Kauf von Regalstützen und Teelichtern nochmal gemütlich gegenüber in der Eisdiele sitzen.

    Ganz ehrlich: Würden Gucci oder Prada dort eröffnen, würde ich mich ebenso wehren – oder mich totlachen, je nach Tagesform. Aber Ikea? Ja, natürlich ist das ein Großkonzern. Aber das sind Aldi, Mc Donald’s und Lidl auch. Und dagegen hätte man nichts, oder? Aber wieso eigentlich nicht? Verdienen die Leute da besser?

    Ikea ist zumindest in der Preisgestaltung ebenso demokratisch. Ein Teller Köttbullar ab 2 Euro 95, Frühstück für 1 Euro 50, ein neues Regal für 20 Euro. Damit können wir alle leben. Tun wir sowieso. Oder gibt’s hier jemanden, der nichts von Ikea zuhause hat?

    Sprechen wir vom Baumarkt: Max Bahr ist ‘ne Apotheke, das stimmt. Aber wo Ikea so fussläufig erreichbar ist, hätten sicherlich auch Spezialgeschäfte Kundschaft: Tapeten, Farben, Deko-Zeugs. Ganz zu schweigen von all den anderen Geschäften – schon vorhandene und neue – die von der Nähe des Anziehungspunktes profitieren können.

    Und jawoll, dann steigen im Zweifelsfall die Mieten. Der Stadtteil wird dadurch ja belebter und attraktiver. Aber aus alten Verträgen kann man trotzdem nicht so einfach raus, und wozu gibt’s den Mieterbund?

    Stadtteile – und Stadtteilwandel – leben von der Vermischung. Alte und neue Mieter, nachfrageorientierte und gewohnt niedrige Mieten, Wohnen und Gewerbe.. ganz normal. Sonst geht im Stadtteil irgendwann komplett die Investitionsbereitschaft aus, wie in den Jahren/Jahrzehnten zuvor, und kein Laden hat mehr Lust oder genug Puste, um sich dort anzusiedeln.

    Ich war gerade gestern bei Ikea in Schnelsen. Und wieder mal total geschafft. 2 Stunden in so einem fensterlosen Kasten, und dann noch die Fahrt… Leider kann ich Stilwerk nicht bezahlen, sonst würde ich lieber dort Möbel einkaufen. Oder am Neuen Wall. Nee, im Ernst: Ich freu mich auf Ikea in Altona. Schnell vom Bahnhof mal rüber, für Servietten und ne neue Lampe, dann zu Budni, dann zum türkischen Bäcker für ein Börek und einen richtigen (!) Cappuccino an der frischen Luft… Darauf freu ich mich. Ich müsste mich sehr wundern, wenn es dem Stadtteil nicht gut täte.

    • Jana

      Sehr richtig Susanne. Aber wer sich so wie Du die Mühe macht eine ausgewogene und differenzierte Meinung kund zu tun, der muss leider damit rechnen von den üblichen stramm-dagegen-Nimby’s Schelte einzustecken. Ich wette in Kürze unterstellt man Dir dass Du von IKEA bezahlt wirst hier zu schreiben. Jede Meinung, ausser der Ansicht, dass IKEA schuld an Allem Schlechten dieser Welt und insbesondere Altonas ist, wird von einer bestimmten Klientel nicht gern gehört. Also stell Dich drauf ein :-)

  3. Ingvar

    Ich verstehe das ewige Gemecker über IKEA auch nicht. Wo doch alle per Du sind. Zu Arbeitsbeginn klingelt die Glocke, wie in der Schule. Ewige Jugend. Die Gehälter die IKEA zahlt liegen auf dem Niveau eines Schülerferienjobs im Jahre 1980. Das ist garnicht schlecht.

    Herr Kamprad lebt in der Schweiz und arbeitet sicher viel für sein Geld. Wieviel er genau besitzt weiß niemand, aber wahrscheinlich so viel wie Bill Gates. Alles verdient mit der Differenz zwischen supergünstigen Löhnen und dem Verkaufspreis.

    In den 70ern haben die DDRler_innen für ein paar Devisen viele IKEA Möbel hergestellt. Dann ist IKEA nach Polen gezogen, weils dort billigere Arbeitskräfte gab. Mittlerweile sind sie wahrscheinlich schon in der Mongolei, vielleicht kommen sie ja auch bald in Deutschland wieder raus. Bei dem Lohnniveau hier durchaus vorstellbar.

    Schön dass unser geliebtes Altona jetzt die Beachtung eines Weltkonzerns erfährt. Mich würde interessieren, ob IKEA den Politiker_innen und sonstigen Verantwortlichen auch kleine Präsente zukommen lässt, dafür dass sie hier bauen können. Obwohl es viele Gegenstimmen gab, deren Befürchtungen sich jetzt schon bestätigen. (Mieterhöhungen, Wegzug von Gewerbe, Entmietungen, Kündigungen)

    Baumärkte in Altona und Umgebung wurden geschlossen. Dort konnte man früher Material kaufen und sich Möbel nach eigenem Geschmack selbst kaufen. Übrig ist nur noch Max-(Apotheke)-Bahr.

    Was heißt überhaupt Bauantrag. Dort wird doch schon seit drei Monaten kräftig gebaut. Die Grube ist doch ausgebaggert und vorbereitet.
    Ich finde man sollte dort die verantwortlichen Damen und Herren inkl. Herrn Kamprad in Billy-Regalen vergraben und eine Pyramide draufsetzen.

  4. Hugo

    Die falschen Glanzlichter und wie es die Umgebung dominiert, machen den Klotz zu einem aktualisierten faschistischen Architekturentwurf.

    Passend dazu der aktuelle Taz Artikel über Kamprads Nazi Vergangenheit: !76824/

  5. A. Bergschmidt

    Und ich möchte hier, ganz standardmäßig gejammert, einmal anfügen wie zynisch ich es finde,dass auf dem 2. Bild (das untere) gleich 2 Läden zu sehen sind die es nicht mehr gibt. Die Stadtküche hat zum 1. 8. 2011 den Standort “verlassen” und was ist mit MR. Wok?

    Hausaufgaben gemacht? Nein!Oder pure Böswilligkeit?Oder einfach “Scheißegal”?
    Ich finds absolut daneben…

  6. Hugo

    “Das Ergebnis des Architekturwettwerbes im vergangenen Februar habe man weiter angepasst und “verbessert,” heißt: Ikea wird sich nicht um das Ergebnis scheren und, wie die Entwürfe zeigen, einen monströsen Bau hinklotzen. In den Entwürfen, die den Artikel bebildern, ist es ca. 5 Uhr morgens, dann steht die Sonne im Osten und hat eine kurze Zeitspanne, in die Große Bergstraße zu strahlen. Jedoch steht sie nie so hoch wie abgebildet, und noch weniger erleuchtet sie den nördlichen Teil der Gr. Bergstraße, abgesehen davon stehen dann keine Tische auf der Straße usw. Für wie blöde halten uns diese Dilettanten, daß sie sich so unfähig bemühen müssen, den Ikea Klotz in ein gutes Licht zu stellen. Wie die neue Ikea Werbung sagt: “Wovon träumst du” – daß Ikea die Finger von der Großen Bergstraße läßt, oder der Hamburger Senat und die Altonaer BV nicht bestechlich wären.

    • David

      Außerdem sehen die Proportionen Dach zum Rest “leicht” verzehrt aus. Afaik ist das Dach 16-18 Meter hoch und der restliche Bau 20-22.

      Oh, und ich bin mir sicher, dass der Fußweg sehr viel breiter war als das Frappant noch stand (besonders auf dem unteren Bild).

      • beetzi

        das ist richtig, der fussweg war breiter. Laut Ikea sollen die Fußgänger aber immer noch genügend Platz haben.

        Ganz schöner Kontrast, alte Häuser treffen neues Gebäude von Ikea!

  7. Jana

    Ich bin mal gespannt wie lange es wohl dauert bis hier in den Kommentaren das unvermeidliche und immergleiche Standard-Gejammer zu Ikea in Altona los geht.

    5,4,3,2,1…

Reaktion

Bitte unterstützen Sie unsere redaktionelle Arbeit.

Leserspende ALTONA.INFO



TOP-Partner