Das Altonaer Krankenhaus an der Königstraße. Quelle: Aus der Geschichte des Altonaer Krankenhauses

Altona / Altona-Nord. Das Altonaer Krankenhaus gehört mit seinen über 227 Jahren zu den ältesten Krankenhäusern Norddeutschlands. Was jedoch die wenigsten wissen: Das erste Altonaer Krankenhaus wurde 1784 an der Königstraße erbaut.

Mitfinanziert wurde das zweigeschossige Gebäude unweit des S-Bahnhofes Königstraße aus einer Sondersteuer, die bereits 1780 von der Stadt genehmigt worden war. Drei Jahre später folgte dann ein Spendenaufruf an die Altonaer Bürgerschaft, der 31.000 Mark erbrachte. Noch im gleichen Jahr konnte mit dem Bau des Krankenhauses begonnen werden. Wann genau der Betrieb aufgenommen wurde, sei strittig. Nach einem Bericht der damaligen Ortszeitung „Altonaer Mercurius“ wurde die Eröffnung Ende des Jahres 1784 gefeiert.

Für die Bürgerinnen und Bürger Altonas bedeutete das neue Krankenhaus eine deutliche Verbesserung der Lebenssituation. Vor dem Bau des Altonaer Krankenhauses gab es lediglich fünf sogenannte Krankenstuben. Das neue Krankenhaus war für 60 Patienten ausgestattet und lediglich für Altonaer Bürgerinnen und Bürger bestimmt. Ein Garten bot Schattenplätze und Erholung für Patienten und Besucher. Für das leibliche Wohl und die Pflege im Haus sorgte eine Krankenmutter und ein Krankenvater, die im Krankenhaus wohnten. Finanziert wurde das Haus durch Verpflegungsgelder, Spenden und aus den Erlösen einer Apotheke. Im Jahr 1801 wurde das Gebäude durch einen Souterrainbau erweitert. In diesem wurden „Wahnsinnige“ untergebracht und behandelt.

 

 

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