Das Donnerschloss. Quelle: Stadtteilarchiv Ottensen

Hamburg / Altona. Prächtig thronte das „Donner-Schloss“ mit seinen gotischen Fenstern und Türmen ganz im Stil der Spätromantik im Donners-Park, der damals in seiner Gestaltung komplett auf das „Schloss“ ausgerichtet war.  Bernhard Donner (1809–1865) ließ das aufwändige Landhaus vom Architekten Johann Heinrich Strack in den Jahren 1853 bis 1855 erbauen. Den Namen „Schloss“ gab er ihm selbst.

In dem ansehnlichen Bau gingen bekannte Persönlichkeiten, Könige und Kaiser ein und aus – unter anderem Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friedrich III., Graf Moltke, der Dichter Bodenstedt und der Maler von Kaulbach. Den Überlieferungen nach waren sie begeistert von dem efeu-bewachsenen Bau mit dem markanten Turm und dem angrenzenden Park mit einem Teich, der zu der schon damals längst verschwundenen Wassermühle gehört hatte. Im Mittelalter war diese als „Neue Mühle“ erbaut worden und gab dem angrenzenden Ort seinen Namen: Neumühlen.

Nach dem Tod von Bernhard Donner bewohnte seine Frau Helene das Haus und kümmerte sich um das anliegende Gelände. Helene Donner war sehr wohltätig. Noch heute findet man zum Beispiel im Namen des „Helenenstifts“ – ein Gebäudekomplex an der Helenenstraße, in dem heute das Hospiz sowie der Hauptsitz der DRK- Schwesternschaft untergebracht sind – einen Beleg für ihre Verdienste.

Nachdem auch Helene Donner verstorben war, erwarb die Stadt Altona das gesamte Gelände und machte es der Öffentlichkeit zugänglich. Im Schloss fanden dann technische Seminare statt. Außerdem nutzte die Städtische Kunstgewerbeschule die Räume.

Im Krieg komplett zerstört

Viele Bauten an der Elbchaussee fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Das Donner-Schloss mit all seinen Nebengebäuden zählt sicherlich zu den Prächtigsten von ihnen. Von Luftangriffen wurde das ganze Gelände damals komplett zerstört und nach späterem Verfall abgerissen.

 

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