Altona / Ottensen. Es herrscht Einigkeit: Die Nutzungsverträge für die Bauwagenplätze in der Gaußstraße und am Rondenbarg werden für die kommenden drei Jahre mit einem Optionsrecht auf weitere zwei Jahre verlängert. Der Hauptausschuss wird zustimmen. „Unsere Meinung ist da ganz klar“, sagte Thomas Adrian, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Die Bauwagenplätze bleiben.“ Er gehe davon aus, dass sich  auch die anderen Parteien dieser Meinung anschließen. Dies bestätigte Uwe Szczesny für die CDU-Fraktion: „Wir werden mit Sicherheit mitstimmen.“

Die Beschlussempfehlung des Amtes setzt fest, dass beide Bauwagenplätze den Bewohnern vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2015 weiterhin zur Verfügung stehen. Die ursprünglichen Nutzungverträge laufen zum 31. Dezember diesen Jahres aus und enthielten nur eine einjährige Verlängerungsoption. Durch den neuen Beschluss, der am Donnerstag vermutlich einstimmig verabschiedet wird, sind weitere drei Jahre Nutzungsdauer sowie eine zweijährige Verlängerungsoption garantiert.

Eine Räumung der Plätze – so wie aktuell der Bauwagengruppe Zomia in Wilhelmsburg angedroht – stand zu keiner Zeit zur Debatte, da sind sich Adrian und Szczesny einig. Es seien ihm in den letzten Jahren keinerlei Probleme zu Ohren gekommen und die Situation hätte sich absolut beruhigt. Außerdem seien die Bauwagenplätze in Altona ja schon „so etwas wie Tradition“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Adrian.
„Altona hat in diesem Punkt Maßstäbe gesetzt. Wir verlängern die Nutzungsverträge, weil sich die Bewohner im Gegenzug an die getroffenen Vereinbarungen halten“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Szscesny. „Die Leute wohnen da nicht für lau, sondern übernehmen die anfallenden Kosten. Außerdem wird dafür gesorgt, dass die Menschen mittel- bis langfristig wieder in Wohnungen untergebracht werden.“ Solange Rechtsstaatlichkeit herrsche, gäbe es keinen Grund „fürchterlich auf’s Blech zu hauen“, so Szczesny.

 

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