Nico Zorn stellt den aktuellen Planungsstand zum Bürgerhaus Bornheide vor

Altona / Osdorf. „Die öffentliche Hand geht mit einem sehr schlechten Beispiel voran, wenn sie Auflagen, die sie anderen Bauherren stellt, selbst nicht erfüllt“, bemängelt Tim Schmuckall (CDU). Im Regionalauschuss II hatte zuvor Nico Zorn vom Bezirksamt Altona über den aktuellen Planungsstand für das Bürgerhaus Bornheide berichtet und offengelegt, dass aus Kostengründen voraussichtlich zwei Gebäude nicht barrierefrei hergerichtet werden können.

Dieser Plan erntet von der Politik schon im Regio II durchgehend Protest. Die Begründung des Amtes, man habe kein Geld, um vollständige Barrierefreiheit zu gewährleisten, außerdem habe man von betroffenen Gruppen die Bestätigung, dass diese auch gar nicht nötig sei, stießen auf Unverständnis und Spott. Dieser Streitpunkt wird auch noch einmal Thema im Hauptausschuss sein. Karsten Strasser (LINKE) zeigt sich optimistisch: „Wir alle wollen die Barrierefreiheit. Wir werden sie durchsetzen.“

Kein Geld für Inneneinrichtung

Zorn berichtete ebenfalls von einem öffentlichen Workshop, in dem mit rund 60 Teilnehmern die Gestaltung des Außengeländes sowie der Freiräume am Bürgerhaus erarbeitet wurde. Auch viele Kinder und Jugendliche hätten daran teilgenommen und die allgemeine Planung ginge voran. In der nächsten Woche erwarte man Rückmeldung von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, welche einen Finanzierungszuschuss von einer Million Euro in Aussicht gestellt hat, wenn ein Eigenanteil von einer halben Million Euro erbracht würde. Der momentane Betrag der Kofinanzierung belaufe sich auf 413.000 €, trotzdem sei man sicher, die Million zu bekommen.

Ungeklärt ist indes auch die Finanzierung der Inneneinrichtung des Bürgerhauses. Auf Grund der sehr knappen Mittel sei ungeklärt, wie diese zu finanzieren sei. Gesichert seien 300 Stühle für einen großen Saal, sowie ein Tresen für das Stadtteilbüro, weiter aber nichts. Momentan werde gerade eine Bedarfliste erstellt. Die künftig im Bügerhaus untergebrachten Institutionen könnten laut Zorn aber möglichst viele ihrer alten Einrichtungsgegenstände mitbringen. Außerdem sammle der Träger bereits Spenden.

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