Hamburg. In Zukunft werden die Abwassergebühren gesplittet berechnet. Anfang November beschloss der Senat die Neuregelung, die getrennte Sielbenutzungsgebühren für die Schmutz- und Regenwasserbeseitigung vorsieht. Dies geht aus einer Mitteilung des Senats hervor.

Bisher war die Berechnung für die Beseitigung von Schmutz- und Regenwasser an die Menge des verbrauchten Frischwassers gekoppelt. Das bleibt für Schmutzwasser zwar auch weiterhin so bestehen, für Regenwasser richtet sich die Gebühr aber in Zukunft nach der Größe der versiegelten Fläche auf dem Grundstück, über die Regenwasser ins Sielnetz eingeleitet wird. Damit würden die Gebühren gerechter verteilt und Anreize gegen die zunehmende Flächenversiegelung geschaffen.

Laut der Mitteilung informiert „Hamburg Wasser“ seit einigen Tagen die Grundstückseigentümer mit Ergebnisschreiben offiziell über die Flächen, für die Gebühren erhoben werden. Diese Schreiben würden bis Ende des ersten Quartals 2012 verschickt. Bei der Gebührenumstellung handle es sich um eine reine Umverteilung der Kosten, die bei der Abwasserbeseitigung anfallen. Vom Gebührensplitting profitierten insbesondere Familien und Mieter, weil sie in der Regel verhältnismäßig wenig versiegelte Flächen nutzen.

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