Hamburg / Altona. Laut einem Bericht der UNO wird weltweit jede dritte Frau ein Mal in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig missbraucht. Um das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft zu schärfen und auf Projekte gegen die Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen, hat die Initiative „Terre des Femmes“ vor elf Jahren eine Fahnenaktion ins Leben gerufen. Dafür wird jährlich am 25. November eine Fahne mit der Aufschrift „Frei leben – Ohne Gewalt“ gehisst. In diesem Jahr hängt die Flagge auch am Altonaer Rathaus.

Auf Initiative der SPD und GAL hatte die Bezirksversammlung Altona in ihrer Oktobersitzung einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Dazu Yusuf Uzundag (GAL), Sprecher für Integration: „Wir wollen ein Zeichen setzen für Frauen und Mädchen und gegen Gewalt. Noch immer müssen auch in unserem Bezirk Frauen und Mädchen unter Gewalt, Demütigungen und Missbrauch leiden. Unsere Politik setzt sich für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander in Altona ein, die Flagge am internationalen Gedenktag setzt dafür ein Zeichen.“

Auch die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) begrüßt die erstmals breite Beteiligung Hamburgs an der jährlichen Flaggenaktion von „Terre des femmes“ anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Gabi Dobusch, ASF Landesvorsitzende: „Es freut mich außerordentlich, dass es uns jetzt zu SPD Regierungszeiten zum ersten Mal gelungen ist, eine so breite Unterstützung für die Aktion in unser Stadt zu finden. Bürgerschaft, Senat und auch einige Bezirksämter und Bezirksversammlungen haben sich dafür entschieden, in 2011 Flagge zu zeigen gegen Gewalt an Frauen, und damit ein weithin sichtbares Zeichen gegen jedwede Gewalt an Frauen zu setzen. Für dieses Thema zu sensibilisieren ist enorm wichtig, wenn wir wollen, dass jedes Mädchen und jede Frau sich hier frei entfalten und selbstbestimmt leben kann.“

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