Quelle: BSU

Hamburg / Altona / Bahrenfeld. Gleich zwei Mal war die Verlängerung des Holstenkamp Thema in der öffentlichen Fragestunde der vergangenen Bezirksversammlungssitzung. Im Zuge der Erschließung der neu geplanten Wohnsiedlung auf dem Gelände der Kleingärten am Volkspark und der Trabrennbahn Bahrenfeld, soll der Holstenkamp mit der Notkestraße über eine Trasse entlang eines Landschaftsschutzgebietes verbunden werden. Städtebauliche Grundlage ist der Rahmenplan Bahrenfeld-Nord.

Jürgen Beeck von der Bürgerinitiative „Volkspark“ befürchtet, dass durch den Bau der Hauptverkehrsachse Holstenkamp – Notkestraße zusätzliche Lärm- und Schadstoffemissionen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, sowie die Natur im Volkspark „schwerwiegend belasten könnten“. Außerdem sei er der Auffassung, dass die Lösung der Verkehrsprobleme primär durch den Ausbau weiterer Hauptverkehrsstraßen nicht mit dem Anspruch Hamburgs auf den Titel „Umwelthauptstadt“ vereinbar sei.

Antje Mansbrügge von der Baugemeinschaft „Hütten & Paläste im Holstenkamp 119“ fragte nach alternativen Gutachten und Verkehrskonzepten. Außerdem sollte geklärt werden, ob es sich bei dem Verfahren um einen offenen Planungsprozess handelt, der Bürger und Anwohner bei der Bewertung und Entwicklung beteiligt.

Die vollständigen Fragen und Antworten der politischen Fraktionen finden Sie in unserem Audio-Beitrag.

8 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. @simon: unkenntnis schützt vor dummheit nicht. kinder dürfen bei fahrradstreifen noch wie vor (so wie jetzt auch) auf dem gehweg fahren. fahrradstreifen sind wesentlich sicherer für radfahrer als radwege auf dem gehweg, das wurde mittlerweile in mehreren wissenschaftlichen studien bestätigt. auf ideologen schimpfen, aber selbst einer sein und falsche fakten in umlauf bringen. das sind die schlimmsten! (genauso wie bei der stadtbahn im übrigen, aber das ist hier ja nicht das thema)

  2. Lieber Simon,
    es ist die Frage, wozu Verkehr notwendig ist und wie er gewährleistet wird.
    ausgebremst wird er durch zu viele Auots, die in der Innenstadt eh keinen Platz hätten. Leiden tun darunter auch die Nutzer der Buslinien 2 und 3.
    Wie kann man den verkehr in Ballungsgebieten sinnvoll durchführen? durch Umstieg vom Auto auf U-, S- oder Stadtbahnen, die auf eigenen Trassen verkehren und nicht im Traffic-jam stecken bleiben.
    Das ist effektiver und umweltfreundlicher. Die Anwohner, nicht nur am Volkspark werden es danken.

  3. Geht es nur noch um Verkehrsvermeidung und Ausbremsung?
    Ein neu zu bebauendes Wohngebiet muss vernünftig auch für den Individualverkehr erschlossen werden.

    Hamburg braucht mehr Infrastruktur-für alle Verkehrsträger. Wenn ich schaue wie in anderen Städten – zB. Kiel im Ausland bspw. in Kopenhagen Straßen großzügig und ansehnlich breit gebaut werden, bekomme ich das Gefühl in HH in einem kleinkarierten-grünrot-dominierten Zwergenkasten zu sein!

    Kurzum: Anwohnerinteressen sind zu berücksichtigen, dürfen aber zu keiner verkehrsblockierenden Wirkung führen!

    • tolles beispiel, kiel ist eine der hässlichsten städte deutschland – ok im osten gibts noch schlimmere beispiele…aber wäre schön wenn man das niveau etwas höher halten könnte. lass uns doch mal über london sprechen, dort fährt jeder mit der tube in die city. und hier will man eine strasse bauen !? die kein mensch braucht – oh sorry, claro, haben den SUV fahrer aus dem elbvorort vergessen. den sollten wir schon supporten, ne ? stelld dir vor, die arme sau muss aufs fahrrads steigen ? ojee. und ja, wir brauchen mehr infrastruktur, aber keine strassen und noch mehr dreck. sondern s und u-bahnen. aber man merkt halt, dass du dich geistig in einem „kleinkarierten-grünrot-dominierten Zwergenkasten“ bewegst – denn der kleingeist denkt immer noch „auto“….aber mach dir nix draus, bist nicht alleine mit deiner einstellung. gibt noch mehr kleinkarierte. und auch angela hat mal klein angefangen.

      btw :
      Anwohnerinteressen sind zu berücksichtigen, dürfen aber zu keiner verkehrsblockierenden Wirkung führen!

      -> wie willste denn das machen ? vegatarisch essen, aber ne wurst muss sein ?? oh mann.

      • Genau diese Anti-Individualverekhrseinstellung führt zu den Verkehrsproblemen in Hamburg. Jeglicher Straßenbau ist verpönt. Bei jeder 30m Abbiegespur bildet sich eine Str.-Floriansgegeninitative. Genau wie hier am Holstenkamp, wo es den Anwohnern schwer fällt zu akzeptieren, dass sie in einer pulsierenden 1,8Mio-Stadt wohnen, zu der Verkehr gehört-und bei Wohnungszubau auch der Aubau von verkehrswegen.

        Was wir brauchen sind besser Verkehrswege für ALLE. Kreuzungsfreie Hauptstraßen (teils als Tunnel, tels als Hochstraße, der Westring in Kiel ist ein hervorragendes Beispiel hierfür). Einen weiteren Ausbau des U-und S-Bahnnetzes-Stichwort Osdorfer Born, Arenen und separate Radwege anstelle von gefährlichen Radspuren, die von den ADFC-Ideologen nur dazu Personen wurden, wie mir es scheint, den PKW-Verkehr auszubremsen. Ich jedenfalls kann mir keine Mutter mit Kind auf so einem Streifen vorstellen!

        Wer solch eine Art von Verkehrspolitik nicht ertragen kann, möge in ein Museumsdorf ziehen, wie ich in einem anderen Posting Pro-Radweg Övelgönne bereits für die dortigen“Anti“Anwohner empfahl;-). Ich selbst bin im übrigen ÖPNV-Nutzer und Radfahrer und stamme keineswegs aus den Elbvororten.

        Was hat das mit dem Holstenkamp zu tun? Heruntergebrochen bedeutet dass, das eine weitere leistungsfähige Verkehrsachse die Verkehre in diesem Areal deutlich entzerren würde.

        Und-Anwohnerinteressen sind insofern bei Trassierung und Schallschutz und zB. verbesserter ÖPNV-Anbindung zu berücksichtigen, insofern passt das alles hervorragend zusammen!

        • @Simon. Bessere Verkehrswege für alle heißt: Bessere Verkehrswege für FußgängerInnen. Denn das sind wir alle. Manche öfter, manche seltener. Bessere Verkehrswege für Autos heißt doch nichts anderes als freie Fahrt für freie AutofahrerInnen. Dabei gucken alle anderen in die Röhre. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn viel Verkehr wird unter die Erde verbannt, um die AutofahrerInnen zu bevorzugen.

          • @Maria und Anja. Wie lautete mein erstes Posting?

            …Bekomme ich das Gefühl in HH in einem kleinkarierten-grünrot-dominierten Zwergenkasten, zu sein.

            Derartige Statements machen uns zwar zu einem Paradies für Zeitlupenverkehrsfans, aber zugleich unattraktiv ohne Ende als Wirtschafts-Wohn-und für den normalen Bürger- Lebensstandort. Wiegesagt-Museumsdorf Kiekeberg. Und der Holstenkamp-Bereich wird vernünftig erschlossen. Der Grün-ADFC´ler bellt-die Stadt entwickelt sich weiter!

            Stuttgart21 zeigt-nicht der lauteste hat Recht, sondern der in Hinblick auf Gesamtverkehrskonzepte qualifizitierteste!

            Es wird Zeit, dass auch die Befürworter eines Infastrukturausbaus die Stimme erheben und nicht ur einer krakelenden Minderheit den Raum überlässt!

            PS: Kleiner Scherz am Rande: gibt es für Laternenmasten auch die „Innen“-Form? :)

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