Altona / Lurup. Dem Kino „Fama“ an der Luruper Hauptstraße droht zum 31. Dezember die Schließung. Das Gebäude habe keine Zukunft mehr und werde abgerissen, heißt es. Mit einem Antrag im Regionalausschuss versuchte die Fraktion DIE LINKE, dies zu verhindern und forderte, das Fama als kommunales Kino durch bezirkliche Mittel zu erhalten. Die anderen Fraktionen hatten allerdings gegen den Antrag gestimmt.

In Stadtteilen, wo viele Menschen mit wenig Geld leben, muss ein bezahlbares kulturelles Angebot geschaffen und erhalten werden, heißt es in dem Antrag der LINKEN. „Ich finde es sehr schade, dass sich die anderen Fraktionen gegen unseren Antrag ausgesprochen haben, zu prüfen, ob das Fama-Kino als kommunales Kino weiterbetrieben werden kann. Auch ein armer Stadtteil wie Lurup hat ein attraktives kulturelles Angebot verdient“, meint Karsten Strasser (DIE LINKE). Nach Informationen von ALTONA.INFO ist geplant, an dieser Stelle ein Altersstift zu errichten.

4 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Am 15. Juni 2012 gab es eine letzte Veranstaltung im FAMA-Kino, dass die Wiege meiner cineastischen Leidenschaft seit 1972 war. Die dortige Veranstaltung war sehr bewegend, zumal man dies dem Besitzer, als auch dem Betreiber anmerkte. Ich habe ein 15 minütiges Video erstellt und bei YouTube hochgeladen: http://www.youtube.com/watch?v=QiANF146Ft0

    Wer dieses Video gesehen hat, wird auch verstehen, warum es das FAMA-Kino nicht mehr gibt.

  2. Natürlich ist es Schade wenn das FAMA schliessen muß. Aber – wenn es wirklich ein kulturelles Angebot für den „ärmeren“ Stadtteil gewesen wäre, dann wäre es auch von den Bewohnern genutzt worden. Das scheint aber offensichtlich nicht der Fall zu sein. Warum also mit bezirklichen Mitteln weiterbetreiben? Nur weil es weiterbetrieben wird kommen ja nicht mehr Besucher. So traurig es ist, aber man muß nicht alles auf Biegen und Brechen erhalten.

    • Genau Herr Friede,
      denn wer „arm “ ist, ist schließlich selbst Schuld wenn er/sie kulturelle Angebote nicht nutzt.Mir erschließt sich auch nicht warum bezirkliche Mittel (etwa Steuergelder???) genutzt werden sollten um diese zum (weiter)- betreiben von Kultur einzusetzen/ zu verschleudern.. Hoffen wir doch einfach mal, dass es nieeeeemals dazu kommen möge öffentliche Gelder auf Biegen und Brechen für fragwürdige Projekte falsch einzusetzen. Wir können uns nun mal nur eine Elbdisharmonie leisten…das lohnt sich dann auch, denn dort werden dann reiche Leute sich Kultur leisten können.Das rechnet sich schließlich.So traurig es ist,aber man kann natürlich überhaupt nichts dagegen machen.
      Schöne Adventszeit noch!

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