Altona / Altona-Altstadt. Dem Projekt „Freiraum und Mobilität in Altona-Altstadt für ältere Menschen“ sind 150.000 Euro zugewiesen worden. Dies bestätigte Herr Hein-Wussow von der BSU im Altonaer Verkehrsauschuss und stellte mit Frau Borgmann-Voss von Landschaft&Plan und Herrn Schlegelmilch von baumgart+partner die Maßnahmen vor, die umgesetzt werden sollen.

Diese gliedern sich in drei Kategorien: Sofortmaßnahmen, die dringend und unbedingt erledigt werden müssen, Maßnahmen, die langfristig umgesetzt werden sollen, und sogenannte Qualitätssprungmaßnahmen, die mit wenig Aufwand viel Verbesserung bringen. Beispiele dafür lassen sich im ganzen Stadtteil finden: nicht abgesenkte Bordsteine, fehlelnde Querungshilfen, Stolperfallen im Gehwegbelag, parkende Auto im Querungsbereich sowie deplatzierte Straßenmöbel und Poller, Bügel und Baustellen.

Die Prüfung der gegenwärtigen Situation sei sehr umfangreich gewesen, so Schlegelmilch. Man habe bei den Planungen nicht jede einzelne Straße berücksichtigen können, sondern sich vor allem auf die Korridore konzentriert, die Fußgängerströme Richtung Neue Große Bergstraße leiten.
Neben den Sofort- und Qualitätssprungmaßnahmen sollen langfristig gesehen Gehwege offensichtlicher mit angrenzenden Grünflächen verbunden werden. Außerdem ist geplant, mehr Sitzgelegenheiten zum Verweilen einzurichten. Einige Bäume, die auf Gehwegen stehen und ein Hindernis darstellen, sollen entfernt werden.

3 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Die gegenwärtigen Planungen werden sich spätestens in zwei Jahren als völlig sinnlos herausstellen. Im Bauausschuss wird über die Nichteinbeziehung des Lawatzwegs als Anfahrtsweg für den Ikea Bunker diskutiert oder ob und wenn wie die Jessenstraße wieder in zwei Richtungen befahrbar werden soll. Und hier werden für viel Geld Pläne konstruiert, die absehbar bald Makulatur sind. Eine Evaluation über den Wert solcher schön anzusehenden Planspiele für die letzten 10 Jahre wäre mal interessant.

  2. Ich vermisse bei dieser Untersuchung das Thema Radwege und Beleuchtung.
    Nur 2 Beispiele dazu:
    – Auf der Königstr. fehlt ein durchgehender Radweg stadtauswärts!
    – In der Behnstr, müsste dringend die Beleuchtung des Gehweg zwischen S-Bahn und Königstr. verbessert werden ( eigentlich garnicht vorhanden )!

    • Sehr geehrter Herr Henker,
      im genannten Gutachten wird das Thema Radwege an verschiedenen Stellen diskutiert, da die gemeinsame Nutzung der Gehwege mit den Fußgängern (und die etlichen Anforderungen unterliegende Gestaltung dieser Wege) zu vielen Konflikten für beide Seiten führt. Die Notwendigkeit hier neue verkehrliche Ziele anzusteuern wird genannt, ist aber in der Ausführlichekit nicht Gegenstand des Gutachtens.
      Anders verhält es sich mit der Behnstraße, deren Fußweg im genannten Abschnitt entlang des Schleeparks im Rahmen der Sorfortmaßnahmen nutzbarer gemacht werden wird. Wenn die Betreiberin dann die Straßenleuchten dort reinigt, kann man nachts wieder die Hand vor Augen sehen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Katharina Marie Erzepky (die Dritte im Bunde bei der Erstellung des Gutachtens)

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