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Ein Stück Altona: Gleislose Bahn Blankenese-Marienhöhe

Wagen 2 fährt auf der heutigen Anne-Frank-Straße Richtung Bahnhof

Altona / Blankenese. S-Bahnen, U-Bahnen, Busse – all diese Transportmittel gehören längst zu unserem Alltag. Das Hamburger Verkehrsnetz ist weit verzweigt. Meist kommen wir problemlos von A nach B. Früher war das Reisen eine viel mühsamere Angelegenheit. Was für eine Erleichterung muss damals die Einführung der Gleislosen Bahn in Blankenese gewesen sein.

Die knapp 3 Kilometer lange Strecke führte vom Staatsbahnhof Blankenese zum weiter westlich gelegenen Villenviertel Landhauskolonie Marienhöhe. Die Gleislose Bahn beförderte ausschließlich Personen. Güter oder Post wurden nicht transportiert.
Auf der Strecke unterwegs waren die beiden Motorwagen 1 und 2. Platz gab es für zwölf sitzende und zehn stehende Fahrgäste. Unter der Woche verkehrte nur ein Wagen alle 30 Minuten, am Wochenende wurden für den Ausflugsverkehr beide Wagen im 15-Minuten-Takt eingesetzt. Die Reisezeit vom Bahnhof über die Blankeneser Landstraße bis zur Marienhöhe betrug zwölf Minuten.

Vergleichbare Oberleitungsbusbetriebe wurden in ganz Deutschland eingesetzt, in Blankenese gab es jedoch einige Besonderheiten. Die beiden Wagen verfügten zum einen nur über eine einzige Stromabnehmerstange statt über die üblichen zwei. Dies war deswegen möglich, weil die beiden Drähte der Oberleitung mit sehr geringem Abstand zueinander angebracht waren. Des Weiteren war die Blankeneser Bahn nur einspurig angelegt. Begegneten sich  die beiden Fahrzeuge, musste eines von ihnen die Stromabnehmerstange abziehen.

Die Anlage wurde am 12. August 1911 eröffnet und nur drei Jahre später wieder geschlossen, da der Erste Weltkrieg ausbrach und das Kupfer aus den Fahrleitungen für die Munitionsfabriken beschlagnahmt wurde.

 

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=47016

geschrieben von am 01 Jan 2012. abgelegt unter Allgemeines, Historisches. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

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