Altonaer / Ottensen. Das Kinderkrankenhaus in Altona kann ab dem 1. April mit zehn stationären Betten junge Patienten mit Diagnosen im psychischen und psychosomatischen Bereich im eigenen Haus weiter behandeln. Die Einrichtung der Betten geschah in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE).

Dem Antrag des Kinderkrankenhauses wurde von der zuständigen städtischen Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz zugestimmt. Holger Sülberg, gesundheitspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion Altona erklärte in einer Mitteilung, er freue sich, dass in dieser Angelegenheit Krankenhaus, Politik und Verwaltung in Altona optimal zusammen gearbeitet hätten. Martina Friederichs, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Altona sprach von einem großen Gewinn für den Bezirk. Darüber hinaus wird die Versorgungslage für die Altonaer Bevölkerung durch die Ambulanz der Asklepios Klinik in Osdorf, die zum Jahresbeginn eröffnet wurde, verbessert.

Update: Im Gegensatz zu SPD und Grünen kritisiert die FDP die Einrichtung der 10 Betten zur stationären Psychotherapie im Kinderkrankenhaus Altona massiv. Der Bedarf sei mit 5 Schwerpunktkliniken in Hamburg ausreichend gedeckt, zumal nach aktueller Lehrmeinung die ambulante Therapie wie in Osdorf einer stationären deutlich vorgezogen wird. Lorenz Flemming, FDP-Fraktionsmitgleid in der Bezirksversammlung Altona, wies auf die steigenden Kosten hin: „Die Stadt Hamburg muss die Station einrichten. Die Krankenkassen müssen die im Vergleich zur ambulanten Therapie deutlich höheren stationären Abrechnungen bezahlen. Solche Fehlentscheidungen merkt dann auch das Krankenkassenmitglied an seinen monatlichen Beitragszahlungen schmerzlich.“

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