Hamburg. Vom 27. März bis zum 20. April findet im Foyer des Hamburger Rathauses eine Ausstellung zu Gunsten der Menschen, die Verfolgten in der NS-Zeit halfen, statt. Die Ausstellung wird von Hamburger Geschichtswerkstätten organisiert.

Den Helfern ist es zu verdanken, dass rassisch oder politisch Verfolgte im Natonalsozialismus untertauchen und im Versteck meist überleben konnten. Die Helfenden waren häufig nicht einmal entschiedene Gegner der nationalsozialistischen Ideen sondern waren durch besondere Umstände und persönliche Betroffenheit in Widerspruch zur NS-Politik geraten. Sie erkannten Handlungsspielräume und nutzten diese um Leben zu retten.
Die Forschung über Hilfe für Verfolgte in der NS-Zeit ist ein relativ neues Thema. Das Stadtteilarchiv Bramfeld und Ottensen, die Galerie Morgenland, das Jarrestadt-Archiv und zwei Wissenschaftlerinnen aus Volksdorf gehen seit 2008 Hinweisen auf Unterstützung für Verfolgte nach. Für Hamburg wurde lange davon ausgegangen, dass es diese Hilfe für Verfolgte, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht gegeben hätte. Es kamen aber sehr viel mehr Informationen zusammen, als die Gruppe zu Beginn ihrer Arbeit zu hoffen wagte. Die Hamburger Geschichtswerkstätten stellen jetzt auf 34 Ausstellungstafeln die Schicksale von Verfolgten und von Menschen, die ihnen während der Hitler-Diktatur geholfen haben, dar. Die Ausstellung wurde von Ulrike Hoppe, Dr. Erika Hirsch, Dr. Eva Lindemann, Gabriele von Malottki, Ursula Pietsch, Sielke Salomon und Ulrike Sparr erarbeitet. Die Ausstellung wird ständig aktualisiert und kann bei den Geschichtswerkstätten ausgeliehen werden. (besonders interessant für Schulen)

Öffnungszeiten im Rathaus: Mo – Fr, 7.00-19.00 Uhr / Sa und So, 10.00-16.00 Uhr – Eintritt frei

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