Erste Ideen der 'Verkehrsberuhigung'. Auszug aus Skizze.

Altona / Bahrenfeld. Am 19. März 2012 wurden im Verkehrsausschuss die geplanten ‚verkehrsberuhigenden‘ Maßnahmen Daimlerstraße/Gasstraße vorgestellt. Nach einer gemeinsamen Begehung der Tiefbauabteilung und des PK 25 wurde ein Plan mit ersten Ideen vorgestellt. Sobald der Plan abgestimmt sei, werde er auch veröffentlicht.

Am Bahrenfelder Kirchweg/Ecke Gasstraße soll die Tempo-30-Zone ausgeweitet werden und der Kreuzungsbereich eingeengt werden. Außerdem sollen die Schilder versetzt werden, da an der Einmündung zu schnell gefahren werde. Mehrere Gäste, die im Verkehrsausschuss anwesend waren,  fragten, ob dort nicht auch ein Kreisverkehr möglich sei. Allerdings sei dies nicht nur eine Frage des Platzes sondern auch der Kosten, denn ein Kreisverkehr koste nach Angaben des Amtes zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Dennoch werde die Möglichkeit geprüft. Die Tempo-30-Schilder sollen ebenso in der Paul-Dessau-Straße und in der Mendelssohnstraße versetzt werden, damit sie besser gesehen werden. Auf dem Bahrenfelder Kirchweg in Richtung Süden gibt es die Überlegung, dass der Beginn der 30er-Zone in Höhe der Hausnummer 80, durch beidseitige Verengungen auch optisch hervorgehoben werden könnte.

Im Hohenzollernring wäre es möglich durch eine Einengung auf 3,50 Meter in Höhe des Spielplatzes zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beizutragen. In dem Bahrenfelder Kirchweg an den Ecken Nikischstraße, Händelstraße und Hegerstraße seien weitere Einengungen vorgesehen. Auch in der Mendelssohnstraße werde eine Einengung geschaffen, die den Fußgängern eine sichere Überquerung der Straße ermögliche. Dafür entfalle der Zebrastreifen. Anwesenden Bürgerinnen und Bürgern, die Bedenken wegen der Sicherheit, insbesondere für Schulkinder äußerten, bekamen die Antwort, dass in einer Tempo-30-Zone Zebrastreifen nicht notwendig seien und die Polizei unverzüglich reagieren werde falls die Stelle sich zu einer Gefahrenzone entwickeln würde.

In der Gasstraße/Ecke Daimlerstraße könne eine Aufpflasterung, um die die Autofahrer herumfahren müssten, mit einer Einengung für eine ‚Verbesserung‘ der Situation sorgen. An der Einmündung  der Daimlerstraße in den Bahrenfelder Steindamm sowie an der Daimlerstraße südlich der Bahn sei auch eine Aufpflasterung geplant. Zusätzlich sollen dort die Schutzgitter entfernt werden. Eine weitere Kanteneinengung und eine um zehn Zentimeter erhöhte Aufpflasterung könnte an der Kreuzung Mendelssohnstraße/Woyrschweg für eine Reduzierung des Tempos sorgen.

Eine weitere Maßnahme sei in der Daimlerstraße von der Gasstraße aus in Richtung Norden geplant. Dort sollten auf der westlichen Seite statt der Längsparkplätze Schrägparkplätze entstehen. Dadurch gebe es einerseits mehr Stellplätze und andererseits würde die Straße durch die in Hecks der Autos eingeengt werden. Auch im Bahrenfelder Kirchenweg könnten die Parkplätze auch eine Schrägstellung erhalten.

Es gab Überlegungen den Woyrschweg zu einer Einbahnstraße zu machen. Diese wurden jedoch skeptisch gesehen, da das Fahren in nur eine Richtung die Geschwindigkeit erhöhe und Autofahrer Umwege fahren müssten. Stattdessen sollten versetzte Kanten zum besseren Parken kombiniert mit gegenüberliegendem Halteverbot für Beruhigung sorgen.

Die Pläne würden nun überarbeitet, wobei auch die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger beachtet würden, und vor der Sommerpause mit den Änderungen im Verkehrsausschuss vorgestellt werden.
Den vollständigen Plan der Ideen finden Sie hier (PDF).

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. Ich lese immerzu „Verengung“, „Einengung“, „Hindernisse“ – Ziel des ganzen soll doch ein Umfeld sein, indem sich die Menschen wohlfühlen und miteinander gut klarkommen.

    Die o.g. Pläne führen aber nur zu einem noch gereizterem Klima im Strassenverkehr. Es gibt dann noch mehr Ecken in denen Unfälle und Konflikte provoziert werden weil man sich als Autofahrer auf 1000 Sachen gleichzeitig konzentrieren muss und es noch schneller zu Verstopfungen und Staus kommt.
    Das Problem ist nicht die Geschwindigkeit der Autofahrer, sondern die Tatsache das viele Ein/Ausfahrten und Kreuzungen schlecht einsehbar sind, d.h. immer wenn man sich in den Strssenverkehr einfädeln oder abbiegen will gibt es unweigerlich einen Moment der Unsicherheit weil man die Strasse u.a. wegen parkender Autos nicht einsehen kann. DAS sollten Sie versuchen zu ändern!

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