HBI Hausbau-Geschäftsführer Sven Geertz will im Laufe des nächsten Jahres Mietpreise festlegen und wird die Vermietung selbst übernehmen.

Altona / Ottensen. In Neumühlen wird seit einiger Zeit an der Sichelfläche gebaut. Die Baugrube ist bereits bis auf Elbniveau ausgehoben. Große Stahlrohre sind als Abstandshalter eingesetzt, damit es möglichst trocken bleibt. Zuletzt waren die Planungen rund um die „Sichelfläche“ insbesondere wegen Sichtbeziehungen auf die Elbe in die Kritik geraten. Die Proteste und Argumente vieler Bürgerinnen und Bürger scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Ein Update.

Das urspünglich mit 60m geplante Hochhaus ist vom Tisch. Proteste zahlreicher Anwohner hatten die Politik im Bezirk umgestimmt. Statt eines schlanken und hohen Baukörpers entsteht auf der Fläche hinter dem Kaispeicher nun ein ca. 40m-hohes und breiteres Gebäude als eines von insgesamt drei Gebäuden auf der Sichelfläche. Für das höhere Gebäude wurde eine Befreiung vom B-Plan über zwei Geschosse erteilt, während die beiden anderen Gebäude die vorgesehene Höchstgrenze von 28,5m über NN aus dem B-Plan Ottensen 2 (PDF) einhalten.

Nicht nur an den Gebäudekörpern mit insgesamt 15.000m² oberirdischer Bruttogeschossfläche (BGF) und 10.000m² unterirdischer Park- und Lagerfläche für 280 Stellplätze hat Architekt Carsten Roth geschraubt. Auch inhaltlich wurden neue Prioritäten gesetzt. Das Ensemble gehört zwischenzeitlich einer GbR, einem Zusammenschluss von drei Eigentümerfamilien, die neben etwas Büro- und Gewerbeflächen im vordersten Gebäude ausschließlich auf Mietwohnungen setzen. Spekulation mit Eigentumswohnungen ist an dieser Stelle ausgeschlossen und ALTONA.INFO erfährt im Vor-Ort-Gespräch von dem bewirtschaftenden Generalübernehmer, der HBI Hausbau, dass Wohnungen auch ohne Makler vermietet werden sollen.

Insgesamt entstehen aus 9000m² ca. 100 Wohnungen  mit Zuschnitten zwischen 2-4 Zimmern und 45-180m² Wohnflächen für unterschiedliche Zielgruppen, auch Familien. Inbesondere die oberen Geschosse haben einen teilweisen Elbblick. Aus dem hinteren, größeren Gebäude ist ein seitlicher Blick auf die Elbe aus fast allen Geschossen möglich. Weitere 1900m² (Büroflächen), 1.400m² (Gewerbefläche) und 2.700m² (Lagerfläche) sind geplant. Dächer der Gebäude werden begrünt, gebaut wird nach Standard KFW-Energieeffizienzhaus 70.

Die Eigentümer seien langfristig interessiert und wollen ihre Objekte halten und dauerhaft vermieten. „Natürlich ist es so, dass man mit Eigentumswohnungen mehr Geld gemacht hätte“, sagt August-Prien Immobilien Geschäftsführer Frank Holst. „Wir fühlen uns jetzt allerdings viel wohler damit, dass hier keine Eigentumswohnungen entstehen, sondern Mietwohnungen“, so Holst.  Sven Geertz, Geschäftsführer der HBI Hausbau-Immobiliengesellschaft mbH, ist seit 15 Jahren im Geschäft und hat sich mit seiner Firma auf Wohnungsbau zum Zwecke der Vermietung spezialisiert. Seine Kunden sind an langfristiger Kapitalanlage interessiert. 700 Wohnungen werden in der Hamburger Metropolregion von der HBI bewirtschaftet, bislang insbesondere im Umfeld von Buxtehude und Stade.  „Jetzt hat mal jemand den umgekehrten Sprung über die Elbe gewagt“, ergänzt Holst von August Prien. Bis Ende 2013 soll das Ensemble fertiggestellt sein.

KOMMENTAR

Die Sichtbeziehungen aus dem Park werden nach wie vor eingeschränkt. Statt hoch und schmal wird das westliche Gebäude jetzt breiter und niedriger. Die inhaltliche Umkehr hin zu Mietwohnungsbau ist als die eigentlich glückliche Wende für die Sichelfläche zu betrachten, denn eine Folge von Spekulation im ETW-Bereich bekommen indirekt auch immer Mieter zu spüren. Allein in den Jahren von 2005-2010 haben die „Marktmieten“ in Ottensen um 31% zugelegt*. Spekulation ist durch die Festlegung auf Mietwohnungsbau stärker eingeschränkt. Die ortsübliche Vergleichsmiete (Große Elbstraße, Neumühlen, Ottensen) bildet den gesetzlichen Boden auf dessen Basis der Mietpreis auch für diese Lage nur festgesetzt werden kann.

*Quelle: Wohnungsbauprogramm Bezirk Altona, F+B Marktmietenmonitor 2011.

24 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Das gesetzlich vorgeschriebene Bebauungsvolumen beträgt 12,000 qm – es werden also 3.000 qm mehr als erlaubt gebaut.

    Ging noch aus der Kleinen Anfrage im Oktober 2011 hervor, dass eines der Gebäude „nur“ 6,20 m höher als erlaubt werden soll, so sind es nun ca. 7,50 m, die gegen das Recht verstoßen.

    Wie kann das sein? Das ist Betrug oder Diebstahl – je nach dem aus welicher Richtung man es betrachtet.

    Aus der kleinen Anfrage an den Senat im Oktober waren zu dem Zeitpunkt andere Angaben zu entnehmen. Genehmigt wurden demnach:
    ein Poldergeschoss mit 4 Tiefgaragenebenen (300 Kfz-Stellplätze)
    2 Gebäude á 28,50 m Höhe
    1 Gebäude mit 34,70 m Höhe
    Gewerbebebauung: 4.249,2 qm
    Wohnbebauung: 12.632,4 qm

    Wir sind entsetzt darüber, was alles möglich ist. Entscheidungen an der Bevölkerung vorbei – und dieser wird letztlich der Blick auf die Elbe genommen – es sei denn sie kann ihn sich kaufen.

    Ausverkauf der Stadt auf Kosten derer, die in ihr leben.

    Auch diese Mieten werden in den Mietenspiegel einfließen – Neuvermietungen werden dort berücksichtigtk wenn sie KEIN geförderter Wohnraum sind.

    • Sie versteigen sich mal wieder etwas in ihren Wahn Anna Elbe. Diebstahl? Betrug? Was denn noch?

      Sie sollten wissen, dass es der genehmigenden Behoerde vom Gesetzgeber ausdrucklich erlaubt ist die Baugenehmigungen zu erteilen welche die Festsetzungen des bestehenden B-Planes ueber- bzw unterschreiten. Zum Beispiel dann wenn ein Bauvorhaben zwar den Massgaben eines bestehenden B-Planes in Teilen nicht genuegt, jedoch absehbar einem zukuenftigen B-Plan entsprechen wird.

      Ich weiss nicht was Sie damit bezwecken hier staendig Stimmung zu machen. Es wird gegen kein Recht verstossen egal wie oft sie das faelschlicherweise behaupten.

      Das angebliche Elbblickargument ist zudem voellig an den Haaren herbeigezogen.

      Sie moegen schlicht diese Bauvorhaben nicht und schustern sich Ihre ‚Argumente‘ zusammen.

      Bedenken Sie doch einmal, dass in den vergangenen ca 10 Jahren das Elbufer fuer den Normalbuerger viel zugaenglicher geworden ist. Wo noch in den 90er Jahren zahlreiche private Uferflaechen ohne offizielle Zugangsmoeglichkeit gab, ist heute fast das gesamte Elbufer mittels einer Promenade fuer Fussgaenger erschlossen.

      Fuer den Otto-Normalverbraucher ist der ‚Elbblick‘ und die ‚Nutzbarkeit‘ des Elbufers in dieser Zeit wesentlich verbessert worden. Jeder andere Behauptung ist schlicht falsch und tendenzioes.

      • Was für ein Quatsch…in ganz Neumühlen kam man damals an die Elbe heran….die „Promenade“ ist ein Witz und eh alle paar hundert Meter unterbrochen….oder mal eben auf eigene Faust gesperrt.

        Und wenn man vor den Bürokisten in Neumühlen Platz nimmt, sitzt man fein auf dem Präsentierteller, begafft von Angestellten und (Nobel)restaurantbesuchern…..inklusive flächendeckender romatischer Neonbeleuchtung und vermutlich Kameraüberwachung…aber wenn ers mag..

        Und natürlich ist es Diebstahl, wenn Allgemeingut wie netter Elblick
        weiträumig privatisiert wird, zumal es keinerlei Gegenleistung gibt.

        Dazu kommt , das die mit heftigen Denkmalschutzauflagen sanierten
        Kaispeicher nun von der Landseite komplett verbaut sind……so war das nicht gedacht…zumindest nicht so kommuniziert.
        Zusammen mit den „Columbia Twins“ ist auch der Blick elbabwärts
        vom Elbhang verriegelt.

        Von der „Verbesserung“ weg von freien Panoramablick hin zu zahlreichen „Sichtachsen“ kann sich jeder Besucher ein eigenes drastisches Bild machen…da hilft auch deine groteske Propaganda nichts.

        • Mal wieder schaum vorm Mund weil man Ihresgleichen mal wieder beim Verbreiten von haltloser Propaganda erwischt hat?

          Alles was Ihnen nicht gefaellt machen Sie schlecht, zur Not wie immer auch mit Falschaussagen (Kamaerueberwachung, Neonbeleuchtung…) und einseitigen Wertungen (Ist ein Witz, begafft von..)

          Alles was Ihnen gefaellt das idealisieren Sie unrealistisch… Als ob nun ausgerechnent der auf halber Hanghoehe verlaufende Elbwanderweg der Massstab fuer die Gestaltung des Elbufers sein soll.

          Die von Ihnen verhasste Promenade direkt am Wasser wird entgegen Ihrer Behauptungen sehr gut vom Publikum angenommen. Und wenn Sie sich dabei ‚begafft‘ fuehlen, dass liegt das glaube ich eher an Ihnen. Sie muessten sich ja nach dieser ‚Logik‘ auch auf dem Jungfernstieg oder an den Landungsburecken ‚begafft‘ fuehlen. Nur stellen Sie Sich vor: Die Stadtplanung richtet sich an vielem aus – aber eben nicht aussschliesslich an Ihrer Paranoia. Gottseidank!

          • Achso?

            http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/25841981

            Da nimmt man doch gerne Platz, wer braucht da noch Elbstrand.
            Man kann sich quasi kaum noch bewegen, so stark ist der Andrang.!

            http://www.architekten24.de/mediadb/news/1418/index.jpg

            Dagegen menschenleer und abweisend:

            http://www.bildarchiv-hamburg.de/hamburg/parks/donners_park/index.htm

            Genau auf dem letzen Bild wird übrigens der Ausnahmegenehmigte Klotz gebaut, diesen Blick wird es nicht mehr geben, statt des Speichers hochinnovative Stahlglasklotzarchitektur…..

            „Sie muessten sich ja nach dieser ‘Logik’ auch auf dem Jungfernstieg oder an den Landungsburecken ‘begafft’ fuehlen.“

            Fühle ich mich auch, aber da gibts wenigstens keine Grossraumbüros direkt im Rücken…..

            • Sie sind schon lustig, Sozrom. Die Fotos der Promenade ist in der Tat menschenleer… Hmmm… woran koennte das bloss liegen…? Hmm… ich komme nicht drauf… Es liegt mir auf der Zunge… Irgendwas faellt mir auf… Wer hilft mir auf die Spruenge…?

              Aber vielen dank fuer den hinkenden „Vergleich“. Niemand verdeutlicht die Hilflosigkeit ihrer ‚Argumente‘ besser als Sie selbst. Das muss man Ihnen lassen :-)

              Nebenbei belegen die Bilder (fuer diejenigen die es nicht aus eigener Anschauung kennen) vom Donnerstag sehr gut, dass vom Park aus insbesondere im Fruehling und Sommer (wenn die Baueme beaubt sind) kaum etwas von der Elbe sieht – es sei denn man hat Roentgenaugen…

              Wollen sie jetzt eine Baumfaellaktion fuer den Panoramablick starten?

            • Bäume mit ner Glasfassade zu vergleichen ist wie
              nen Wald mit nem Parkplatz….oder den Stadtpark mit der City Nord.

  2. Wir koennen hier wohl von einer erheblichen Bandbreite der Mieten ausgehen. (Noch) hat die Lage ausser Elbblick nicht so viel zu bieten. Einkaufsmoeglichkeiten sind schlecht und die Anbindung ist maessig. Die 45m2 Wohnung im 2OG duerfte keine Spitzenwerte erreichen was den Quadratmeterpreis angeht.

    Die etwas groesseren Wohneinheiten mit Elbblick, ein paar mehr Etagen ueber dem Strassennivaeu, duerften hingegen wohl deutlich ins hoeherpreisige Segment gehoeren.

    • Das glaubst du doch wohl selber nicht.
      Selbst „mässige Lage“ bedeutet in dieser Ecke mittlerweile locker 10 Euro kalt.

      Mässig ist die Anbindung auch nicht, der Bus hält direkt vor der Haustür und bis zum Altonaer Bahnhof oder nach Ottensen sind es nur ein paar Minuten.

      Und „ausser Elbblick nicht viel zu bieten“…ein guter Lacher.

      Das hat die Hafencity auch nicht…weder gute Anbindung noch Einkaufsmöglichkeiten….und bis in die City läuft an genauso lange.

      • Sozialromantiker, Sie stellen (wie immer in diesem Forum) die Dinge falsch da. Die Lage auf der Sichelfleache ist derzeit noch vergleichsweise schlecht erschlossen. Ihre Vergleiche hinken also:

        Die von Ihnen als Beispiel herangezogene Hafencity hat bereits heute zahlreiche Laeden fuer den taeglichen Bedraf in maximal 5 Minuten Fussweg von 90% der Wohungen (Darunter Supermarkt, Baecker, Drogeriemark, mehere Bankfilialen, Kioske, etc). und bekommt noch in diesem Jahr einen U-Bahn-Anschluss.

        Die Elbrandbebauung Neumuehlen hingegen ist weitestgehend noch von Einkaufsmoeglichkeiten abgeschnitten. Ebenso von Banken, Arztpraxen, Dienstleistern (z.B. Frisoer, Handwerksbetirebe) und dergleichen. Dies wird sich auch wahrscheinlich nicht allzuschnell aendern. Das Elbufer ist eine lange schmale Flaeche die durch ihre Herkunft (ehemalige Hafennutzung) und den Elbhang nicht nahtlos in die bestehende Stadtstruktur uebergeht.

        Und „Ausser Elbblick hat die Lage nicht viel zu bieten“ ist kein Lacher, sondern im Gegenteil absolut korrekt. Was hat den die Lage ausser der von vielen gewuenschen direkten Elbnaehe bitte zu bieten, was nicht andere Lagen zB. in Ottensen, Othmarschen, Altona Altstadt, etc ebenso und in der Regel sogar in hoeherem Masse anbeiten koennen? Ich bin gespannt und lasse mich gern eines besseren belehren.

        • Tolles Argument….

          Dann ist die Elbchausse und die Rainvilleterasse, überhaupt halb Ottensen schlecht angebunden und daher günstig….träumen sie mal weiter.

          „Die Elbrandbebauung Neumuehlen hingegen ist weitestgehend noch von Einkaufsmoeglichkeiten abgeschnitten. Ebenso von Banken, Arztpraxen, Dienstleistern (z.B. Frisoer, Handwerksbetirebe) und dergleichen. “

          Kurz den Elbhang hinauf und sie sind im schlecht versorgten Ottensen..

          „Das Elbufer ist eine lange schmale Flaeche die durch ihre Herkunft (ehemalige Hafennutzung) und den Elbhang nicht nahtlos in die bestehende Stadtstruktur uebergeht. “

          Ein paar Treppenstufen überwinden das Problem schlagartig….warum ziehen die Leute eigentlch so gerne nach Övelgönne?..in ihrer Logik
          ist das ja noch weitaus miserabler angebunden.

          „Und “Ausser Elbblick hat die Lage nicht viel zu bieten” ist kein Lacher, sondern im Gegenteil absolut korrekt. Was hat den die Lage ausser der von vielen gewuenschen direkten Elbnaehe bitte zu bieten, was nicht andere Lagen zB. in Ottensen, Othmarschen, Altona Altstadt, etc ebenso und in der Regel sogar in hoeherem Masse anbeiten koennen? Ich bin gespannt und lasse mich gern eines besseren belehren.“

          Darum ging es gar nicht, sondern um ihren Versuch, hier günstige Mieten zu suggerieren.
          Die genannten Lagen sind ebenfalls unbezahlbar geworden und gerade Othmarschen ist nach ihren Kriterien völlig abgelegen.
          Ja, sie werden es nicht glauben, Leute ziehen gerade wegen des Blicks an die Elbe……und zum Einkaufen nimmt man eben den schicken SUV…oder was meinen sie, wofür hat man auch in der Hafencity die zahlreichen Tiefgaragen gebaut?
          Damit die Bewohner eben gerade nicht von den „zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten vor Ort“ abhängig sind….das sind bessere
          Tante Emma Läden (minus deren Flair) mit gesalzenen Preisen, in denen sich Büroangestellte und Touristen ihren Proviant abholen.

          • Sie muessen Sich schon entscheiden… Ich weiss sie biegen sich ihre ‚Argumente‘ zurecht wie es grade passt. Aber sie sollten schon zumindest versuchen innerhalb Ihrer eigenen ‚Argumentation‘ schluessig zu bleiben. Vor kurzem noch lobten Sie die angeblich tolle Busanbindung (wohl neimals 112er gefahren, was?) und jetzt fahren die zukuenftigen (natuerlich durchweg Schlechtmenschen :-) Bewohner alle in Ihrem SUV zum Einkaufen. Ja was denn nun?

            Sie sind eben von der Sichelflaeche eben nicht ‚mal eben‘ in Ottensen – wiederholen macht es nicht richtiger. Sie brauchen zu Fuss rund 20 Minuten um die gaengigen Einkaufs- und Nahversorgungzentren westlich und oestlich des Altonaer Bahnhofes zu erreichen. Ein ’schneller‘ Einkauf zu fuss koste Sie also alles in allem circa eine Stunde. Fragen sie mal all die Angestellten der Reedereien in Nuemuehlen ob die 1h Mittagspause ausreicht um in der Ottenser Hauptstrasse mal eben ’schnell‘ eine Kleinigkeit zu essen. Und auch ‚mal eben abens in die Kneipe‘ ist von der Sichelflaeche nicht so schnell moeglich.

            Ich habe auch – entgegen Ihrer wie immer tendenzoesen Behauptung – nie behauptet, dass das Wohnen dort ‚billig‘ sein wird. Ich habe lediglich – und ich nehme an korrekt – darauf hingewiesen, dass in dieser Lage vermutlich eine recht hohe Spreizung der Mietpreise der Fall sein wird. Die Lage ‚lebt‘ bislang fast nur vom Elbblick und die grosse Wohung in der obersten Etage wird ueberproportional teurer sein als die 45qm direkt ueber den Bueros.

            Othmarschen als Vergleich: Warum argumentiere ich hier eigentlich? Entweder ihr Intellekt laesst nicht zu, dass Sie es verstehen oder Sie wollen es nicht verstehen (oder beides). Othmarschen hat immerhin einen S-Bahn Station und ein kleines Einkaufszentrum mit Nachversorgungsfunktion direkt an der S-Bahn. Die fusslaeufige Nahversorgungssituation im nach Ihrer Aussage ‚abgelegenen‘ Othmarschen ist deutlich besser als auf der Sichelflaeche.

            • Ich sprach davon das es eine Anbindung gibt, nicht das die „toll“ sei.

              Ich bin aber oft genug zu Fuss zum Altonaer Rathaus, ja sogar bis zum Bahnhof gelatscht und kann dir sagen, das ist ganz easy.

              20 min?..da solltest du aber mal schnell das nächste Fitnesscenter aufsuchen…oder besser den Kardiologen.

              ich und ein gutes Dutzend Leute sind aber gerne und sofort dazu bereit, diese schweren Nachteile gegen eine günstige QM Miete in Kauf zu nehmen, damit keine armen Leistungsträger geschunden werden……

              „Fragen sie mal all die Angestellten der Reedereien in Nuemuehlen ob die 1h Mittagspause ausreicht um in der Ottenser Hauptstrasse mal eben ‘schnell’ eine Kleinigkeit zu essen. Und auch ‘mal eben abens in die Kneipe’ ist von der Sichelflaeche nicht so schnell moeglich.“

              Gar kein Problem, bis ins Reh dauerts keine 10 min….

              „Othmarschen hat immerhin einen S-Bahn Station…“

              Altona auch….und Othmarschen ist gross..latsch doch mal vom Agathe-Lasch Weg zum Bahnhof.

              „und ein kleines Einkaufszentrum mit Nachversorgungsfunktion direkt an der S-Bahn. “

              100 Meter Elbabwärts, Edeka im Augustinum……

              „Die fusslaeufige Nahversorgungssituation im nach Ihrer Aussage ‘abgelegenen’ Othmarschen ist deutlich besser als auf der Sichelflaeche.“

              Nimmt sich nix…dafür hast du in Othmarschen kaum Tiefgaragen…

  3. Die ortsübliche Vergleichsmiete (Große Elbstraße, Neumühlen, Ottensen) bildet den gesetzlichen Boden.
    Dieser Zeile ist hier irreführend.
    Hier werden doch keine Sozialwohnungen sondern Wohnungen im Hochpreissegment gebaut. Der Mietpreis wird bei Neuvermietung nur vom Vermieter bestimmt. Im freien Wohnugsbau gibt es keine Mietbindung.
    Der Mietpreis dürfte in dieser Lage um die 20 €/qm werden.

    • „Der Mietpreis dürfte in dieser Lage um die 20 €/qm werden.“ Man stelle sich bitte kurz mal vor, wie viel günstiger der qm Preis sein könnte, dürfte höher gebaut werden. Doch leider widersprechen nur wenige Menschen Kommentaren wie „Die Sichtbeziehungen aus dem Park werden nach wie vor eingeschränkt.“ – Dabei ist die Besitzstandswahrung (in dem Falle der Pseudo-Anspruch auf beliebige Aussichten), einer der Gründe warum kein günstiger Wohnraum entstehen kann.

      • Das ist natürlich kompletter Unsinn.
        Spätestens ab dem 10.Stockwerk steigen die Baukosten nämlich stark an.
        Das macht aber gar nichts, denn gerade da hat man ja den Elbblick, der die
        Gewinne des Investors sprudeln lässt, da wird eben gerade nichts günstiger.

        Die „beliebigen Aussichten“ wurden auch andernorts reichlich und ganz real eingeschränkt, das Wort „Sichtachse“ ist ja mittlerweile auch bei Leuten die nicht so in der Materie stecken ein beliebtes Unwort.
        Man schaue sich nur den Altonaer Balkon an, der mittlerweile nicht nur beidseitig (Kristall etc.) sondern auch von unten durch Dockland und Kreuzfahrtterminal verbaut wurde, dabei galt hier immer die Regel, Finger weg!

        Die Welt KÖNNTE so schön sein, wenn sich nicht einige auf Kosten anderer bereichern würden…..

        • Ich haette gern mal eine Herleitung der wirren Aussage, dass die Baukosten ab dem 10 Stock so stark ansteigen, dass sie den Mehrwert der Grundstuecks- und Erschliessungs-Auslastung negativ ueberkompensieren. Ich bin gespannt wie immer, obwohl ich jetzt schon weiss, dass da nicht als sinnfreies Geschwurbel kommt. – im besten Falle.

          • Von überkompensieren habe ich zwar gar nichts gesagt.

            Das „Überkompensieren“ kann man sich aber am Beispiel „Kristall“ ansehen, wo eine „Wohnung“ mehrere Millionen kostet.

            Nur deshalb baut man dort „hoch“, nicht um günstige Mieten zu realisieren, das ist nämlich nicht die Mission eines privaten Bauträgers.

            Sinnfreies Geschwurbel ist es, den ETW und Luxusboom als Mission
            zur Bekämpfung des Wohnungswahnsinns in Hamburg zu verkaufen, wie du es ständig tust.

            • Na herrlich! Jetzt haben wir den Punkt erreicht wo nicht nur ich Schwierigkeiten habe Ihre Wirrheiten zu verstehen, sondern wo Sie selbst Ihre eigenen Postings nicht mehr durchschauen. Glueckwunsch Sozrom! Das ist vom Feinsten!

              Natuerlich sprechen Sie von Ueberkompensation. Sie sagten

              >Spätestens ab dem 10.Stockwerk steigen die Baukosten nämlich stark an.

              und benutzten dies als ‚Argument‘, dass man durch dichetere (also in diesem Falle hoehere) Bebauung unterm Strich das Wohnraumangebot ausbauen und in der Summe guenstiger gestalten koennte.

              Das ist nebenbei auch sehr leicht zu begreifen denn durch Dichte und Hoehe werden die hogen Kosten der bestehenden Infrastruktur und Erschliessung auf insgesamt meht Quadratmeter Wohungsflaeche umgelegt.

              Solange sie keine Wolkenkratzer bauen, sondern z.B. irgrendwo 12 statt 6 Geschosse, so steigen die Gesamtkosten unterproportional und Wohnraum wird somit in der Gesamtendenz billiger.

              Dies koennte z.B. ausgenutzt werden indem Bauherren an geeigneter Stelle erlaubt wird MEHR Nutzflaeche auf pro Grundlfaeche zu bauen, gegen die Auflage, die Mehrflaeche preisgebunden zu vermieten.

              Was genau verstehen Sie daran nicht?

            • Nee, du kanst nur nicht lesen.
              Das „Argument“ mit höher und dichter bauen kam von „AlexStadtplaner“….ich als AllesVerweiger sage natürlich auch dazu nein!

              Ich verstehe das auch sehr gut, sie leider nicht…..der „Investor KANN die Welt retten, MUSS aber nicht……..denn Geld regiert seine Welt.

      • Recht hast Du! Aber das wollen die Allesgegner nunmal nicht wahrhaben. Zumal die angeblich verstellten ‚Blickbeziehungen‘ voellig willkuerlich sind.

        Ich waere dort wo es angebracht ist (und mir fallen viele Beispiele ein) auch fuer mehr Baumasse – allerdings muesste man dann die Investoren vertraglich verplichten, innerhalb der zusaetzlich(!) bewilligten Bauvolumina zu 100% preisgebundene Wohnungen anzubieten. Dicheteres Bauen wuerde nebenbei der Stadt auch erhebliche Erschliessungskosten sparen und den Verkehr reduzieren.

        • Hier mal die angeblich verstellten Blickbeziehungen:

          http://sichtachsen.wordpress.com/columbia-twins/

          „allerdings muesste man dann die Investoren vertraglich verplichten, innerhalb der zusaetzlich(!) bewilligten Bauvolumina zu 100% preisgebundene Wohnungen anzubieten. “

          Erstaunlich…und das von dir!…..100% Zustimmung!

          Achso…nur für die erweiterte Baumasse….hahaha..guter Trick!

          Die „erheblichen Erschliessungskosten“ muss übrigens jeder normale
          Häuslebauer selber bezahlen, und die Preise sind gesalzen, da lässt sich Vater Staat nicht lumpen!

          Ausser, man heisst August Prien, BVE, Robert Vogel,Pirelli oder Büll&Liedke, dann gibts sogar noch Geld obendrauf…….

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