Ikea-Unternehmen baut ganzes Viertel in London – Bald auch in Hamburg?

Strand East Development (c) Inter Ikea / LandProp Holding

Hamburg / London. Das schwedische Möbelunternehmen ist schon lange eines nicht mehr – ein reines Möbelunternehmen. Ikea ist Hersteller von TV-Geräten, Anbieter von Finanzleistungen und Fertighäusern und macht neuerdings auch in Städtebau. Ein komplettes Viertel – ‘Strand East’ – zieht eine zum Gesamtkonzern zugehörige Tochter im Londoner Außenviertel Stratford unweit der Olympiastätten hoch. Könnte Hamburg folgen?

Etwa zehn Hektar hatte die Division ‘LandProp’ der Ikea-Tochter ‘Inter Ikea’ im Herbst 2011 gekauft – endgültige Genehmigungen kamen im Februar 2012. In London steht bereits der Tower, eine Art großer Leuchtturm und Symbol für das neue Quartier. 1200 Wohnungen – davon 40% familientaugliche 3-Zimmer-Wohnungen, etwas Gewerbe und Nahversorgung, Büroflächen, ein Hotel und ein Community-Centre sollen entstehen. Ob darin bereits fertig verschraubte Möbel stehen? Einen Möbelmarkt – so eine Mittteilung – soll es dort jedenfalls nicht geben und ansonsten operiere man auch unabhängig von der Konzernmutter.

Grundlage für das gesamte Gebiet war die Entwicklung eines Masterplanes (Sugar House Lane (PDF)). In einem Interview mit dem Architekturmagazin Bauwelt geht der Planer Stephen Taylor auf Details ein. Ikea selbst, bzw. ‘LandProp’, stellt sein Vorgaben auf einer eigenen Website vor.


Update (22.08. / 19 Uhr) Inter IKEA Group dementiert Gerüchte über aktuelle Planungen für Hamburg

Auf Anfrage von ALTONA.INFO dementiert Kristian Sjöholm, Sprecher der ‘Inter Ikea-Group’, Gerüchte über Pläne für Hamburg. “Es gibt zur Zeit keine konkreten Pläne von Inter Ikea für Hamburg”, so Sjöholm. Er sei zwar kein Sprecher des Geschäftsbereiches LandProp, könne jedoch diese Hintergrundinfos geben. Allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft über solche Pläne nachgedacht werde. Hamburg wäre in einem anderen Kontext als Beispiel für eine größere Stadt in Deutschland erwähnt worden. Allerdings plane derzeit niemand in Deutschland ähnliche Projekte wie Strand East. Im Übrigen stünde auch ‘Strand East’ in London in keinem Bezug zur Handelsmarke IKEA, deshalb seien alle Bezüge dazu mit der Bezeichnung “Ikea-City” vollkommen falsch.

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=53624

geschrieben von am 22 Aug 2012. abgelegt unter Hamburg, News & Meldungen, Wirtschaft & Gewerbe, Wohnen und Bauen. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

3 Kommentare / Leserbriefe / Fragen für “Ikea-Unternehmen baut ganzes Viertel in London – Bald auch in Hamburg?”

  1. Jochen

    Ich meine, dass es eine Planung zur Bebauung von einem Ikea-Viertel in Hamburg gibt, soll laut “Galileo” ziemlich sicher sein. Da wäre die Neue Mitte Altona doch ein idealer Platz. Da sowieso schon viel zu viele Sozialwohnungen gebaut werden sollen, könnte man sie mit dem Ikea-Wohn-Projekt direkt ersetzen. Ich meine Ikea ist ein großer Investor, da geht das ganze doch gleich viel zügiger und zusammen mit dem zukünftigen Ikea in der Gr. Bergstraße haben wir so ein wirtschaftlich-dominierenden Konzern, der maßgeblich unser Leben in allen Bereichen beeinflussen wird. Was für ein schöne Vorstellung :)

  2. Sozialromantiker

    So könnte es bald auch in Hamburg aussehen:

    http://www.domusweb.it/en/architecture/unreal-estate/

    Ganz ohne Maggie Thather, Scholz, Grote und Classen machens möglich….

  3. nitram

    Na, diene die Stadt denen doch die Neue Mitte Altona an; dann wird es ja doch noch etwas mit dem immer wieder von einigen beschworenen Autobahnzubringer zu IKEA …

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