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Altonas Bahnhof bald ohne Lok? Pläne zum Umbau überarbeitet

Hamburg / Altona . “Wir treffen uns an der Lok!” Eine Absprache mit der wohl jeder Altonaer etwas anfangen kann. Denn wer kenn sie nicht, die Vitrine mit dem halbierten Räderwerk, die am Ausgang des Altonaer Bahnhofes Richtung Ehrenberg- bzw. Museumsstraße steht. Im Zuge des geplanten Umbaus im Inneren des Bahnhofes soll die Lok bald dem DB Museum in Nürnberg überlassen werden. Laut Mitteilung zeigen sich SPD und Grüne ganz und gar nicht einverstanden mit diesem Plan der Deutschen Bahn AG. Auf der Sitzung des Planungsausschuss deuteten Vertreter der Bahn jedoch auch an, man könne sich einen Verbleib in Altona vorstellen.

Die Lok erinnert an den gründerzeitlichen Bahnhof in Altona, der 1979 dem heutigen Bahnhof weichen musste. Sie ist seit langer Zeit ein Blickfang im Altonaer Bahnhof und ein sicherer Sammelpunkt für Menschen, die sich im etwas unübersichtlichen Bahnhof treffen wollen. Die Deutsche Bahn AG plant nun, dass auf der Ebene über der S-Bahn und unter der Fernbahn die „Vermarktungseinheiten neu strukturiert werden“ sollen. Entsprechende Pläne dazu wurden am 15. August 2012 im Planungsausschuss der Bezirksversammlung vorgestellt. Aus diesen Plänen sei laut Mittelung von SPD und GAL ersichtlich, dass die Vitrine mit dem halbierten Räderwerk nicht mehr im Bahnhofsgelände zu finden sein wird. Nach viel Kritik im Vorfeld wurden allerdings Pläne überarbeitet (siehe Skizze). Im Wesentlichen ist neben der Erweiterung der Verkaufsflächen die Anpassung an das aktuelle Corporate Design der Deutschen Bahn AG geplant. Im Zuge der Maßnahmen soll der Bahnhof auch barrierefrei(er) werden.

Lars Andersen (Grüne) ist Modelleisenbahner und sagt: „Es wäre ein Armutszeugnis, wenn die Bahn mit der Entfernung der Fahrwerksteile der alten 01 1080 eine der letzten Reminiszenzen an die historischen Bahnanlagen schleifen würde.” Silvia Nitsche-Martens (SPD) kann sich den Altonaer Bahnhof ebenfalls nicht ohne die Lok vorstellen, macht für den Fall, dass sie aber tatsächlich weichen muss, einen Vorschlag:  “Die Lok gehört nach Altona! Wenn sich aber kein Platz im renovierten Bahnhofsgelände finden lässt, so könnten wir uns auch die Güterhallen in der ‚Neuen Mitte Altona‘ als Alternativstandort vorstellen. Denn auch im neuen Stadtviertel kann es dann heißen: ‚Wir treffen uns an der Lok!‘ ”

Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=53881

geschrieben von am 31 Aug 2012. abgelegt unter Allgemeines, Altonaer Bahnhof, Aus Stadtteilen, Bezirksversammlung, Meldungen, News & Meldungen, Politik, Politik Wirtschaft Gesellschaft, SPD, Verkehr und Umwelt. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

2 Kommentare / Leserbriefe / Fragen für “Altonas Bahnhof bald ohne Lok? Pläne zum Umbau überarbeitet”

  1. Sozialromantiker

    Ob die Pläne nicht schon seit Jahren sruchreif in der Schublade schlummern (siehe, schlüsselfertig..Bergspitze) weiss nur die Bahn, und vermutlich die BSU und einige “insider” in der Bezirksversammlung.

    Spätestens seit ein privater Betreiber den Bahnhof Altona nutzt wird es mit der schnellen “Umwidmung” sicher etwas schwieriger…….

  2. Andy S.

    Die Bahn investiert also in den alten Bahnhofsstandort. Die Pläne für einen neuen Durchgangsbahnhof am Diebsteich sind wohl für die nächsten Jahrzehnte ad acta gelegt. Kein Wunder, denn in Stuttgart entpuppt sich der neue Durchgangsbahnhof als verkehrspolitische Katastrophe. In Hamburg wollen es Stadtverwaltung und Politik aber noch nicht wahrhaben, dass aus der Verlagerung des Bahnverkehrs nichts wird. Sie planen weiter an einem “zweiten Bauabschnitt” für das Wohngebiet “Mitte Altona”, das auf den freiwerdenden Gleisflächen entstehen soll. Oder wird absichtlich so getan, als ob der neue Bahnhof noch kommt, um die Profite der beteiligten Konzerne auf den bereits jetzt bebaubaren Restflächen an der Harkortstraße nicht zu schmälern?

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