Altona / Ottensen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Letztere sparen wir uns in unserer Rubrik “Ein Bild aus Altona”. Heute geht es um den Kemal-Altun-Platz in Ottensen.

1 KOMMENTAR / LESERBRIEF

  1. …. leider ein Bild mit erheblichen Schönheitsfehlern. Deshalb doch noch einige Worte dazu:

    – das von Bürger_innen selbst angefertigte und vorher an dieser Stelle angegrachte blaue (!) Namensschild mit weißer Schrift wurde (offenbar behördlicherseits) entfernt

    – die ebenfalls von den Bürger_innen angebrachte Gedenktatafel fehlt!

    Es handelt sich bei diesem Schild ganz offenbar um einen Versuch des Kulturamtes, Olaf Scholz (gesichtswahrend?) aus der Schusslinie zu nehmen, um einen faulen Kompromiss also, um damit die aufgeregte Diskussion zu beenden.

    Wir halten fest: Kemal Altun ist legal hier in unserem Land, denn er wurde als politischer Flüchtling anerkannt und es wurde ihm Asylrecht gewährt – allerdings erst NACHDEM er von unserem Staat „geselbstmordet“ (Wolf Biermann) worden war!

    Lebte Kemal Altun noch, könnte er heute (wenn er es denn wollte) sogar eine Einbürgerungsurkunde aus den Händen von Herr Scholz entgegennehmen.

    Wenn es nur das sein soll, was Olaf Scholz zulassen will, ist das nicht halbes und nicht ganzes! Er müsste über seinen Schatten springen und in eine offizielle Benennung dieses Platzes einwilligen, das heißt: blaue Schilder plus Gedenktafel!

    Das wäre (nach dem Mord durch den NSU auch in unserer Stadt!) eine kleine, aber deutliche Geste. Es kann doch nicht nur darum gehen, dass die Menschen mit Migrationshintergrund bei uns keine Angst haben sollen – sie müssen sich doch in erster Linie willkommen geheißen fühlen! Ein solches Klima zu schaffen, würde mehr bewirken, als durch Verstärkung von Verfassungsschutz und/oder der Polizei erreicht werden könnte!

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