Marcus Weinberg in Afghanistan: Mehr Anerkennung für Soldaten im Auslandseinsatz gefordert

Marcus Weinberg am ISAF-Stützpunkt. Bild: Marcus Weinberg priv.

Hamburg. Der Altonaer Bundestagsabgeordnete und CDU-Landesvorsitzende, Marcus Weinberg,  besuchte die Bundeswehr in Afghanistan. Nach seiner Rückkehr von einer Informationsreise zum ISAF-Regionalkommando Nord in Masar e Sharif in Afghanistan fordert er mehr Respekt von Bürgerinnnen und Bürgern und Anerkennung für Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz.

„Die vielen Gespräche und Vorträge mit unseren Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und der Verbündeten haben meinen bisherigen Eindruck bestätigt: Unsere Soldaten, Polizisten und Entwicklungshelfer haben in den letzten Jahren vor Ort Großes geleistet und bereits vieles erreicht. Ihnen gilt unser Dank!”, schreibt Weinberg und weiter: “Die Sicherheitslage vor Ort ist stabiler geworden, und die Afghanen übernehmen verstärkt die Verantwortung für die Sicherheit. Die deutschen Soldaten sind mehr und mehr in eine Advisor- und Mentorenrolle gerückt. Und: die Afghanen haben genug von jahrzehntelangen Krieg! Sie wollen endlich Frieden! Diesen Eindruck teilen auch die Soldatinnen und Soldaten des ISAF-Regionalkommandos. Jetzt gilt es, politisch die nächsten Aufgaben vorzubereiten. Gerade die Phase eines möglichen Abzuges der deutschen Streitkräfte muss organisatorisch bestens vorbereitet werden”, so Weinberg.

Mehr Rückhalt und Interesse gefordert

Bundespräsident Joachim Gauck forderte bei seinem Antrittsbesuch bei der Führungsakademie in Hamburg-Nienstedten kürzlich mehr Anteilnahme der Gesellschaft an den Themen der Streitkräfte. “Die Bundeswehr hat unser Zutrauen verdient!”, so Gauck im Juni. Weinberg meint, Politik solle den ‘Bedarfen der Bundeswehr folgen.’ “Es sollte bei den Fragen von Obergrenzen oder Zeitansätzen nicht politisch taktiert werden, sondern den militärischen Notwendigkeiten gefolgt werden! Ich sehe es mit Sorge, dass in unserer Gesellschaft das Interesse an den Einsätzen nicht den Stellenwert besitzt wie es der Situation und der Leistungsbereitschaft unser Soldaten angemessen wäre. Meiner Ansicht nach ist es notwendig, dass nicht nur im persönlichen Umfeld der Soldatinnen und Soldaten oder in Fachkreisen über die Auslandseinsätze gesprochen wird. Wir benötigen eine größere Beteiligung unserer Gesellschaft, wir benötigen mehr Rückhalt in der Bevölkerung”, so Marcus Weinberg.

Soldatinnen und Soldaten, insbesondere die in Auslandseinsätzen Dienst leisten, verdienten “unseren Respekt, die notwendige Anerkennung ihres Dienstes für Deutschland und die internationale Gemeinschaft sowie unsere Solidarität”. Weinberg: “Als Angehörige der Bundeswehr tragen sie die Hauptlast im Einsatz für Afghanistan. Dort sind viele von ihnen ständig Gefahren ausgesetzt, müssen mehrere Monate in einfachen Unterkünften verbringen und sind von ihren Familien und Freunden getrennt. Deutschlands Einsatz trägt mit dazu bei, dass insbesondere der Norden Afghanistans eine stetige positive Entwicklung erfährt. Ziviler Aufbau und Entwicklungshilfe, die militärische Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte und der Schutz der Bevölkerung gehen – auch Dank unserer Soldatinnen und Soldaten – Hand in Hand. Ein stabiles Afghanistan bedeutet auch mehr Sicherheit für uns alle“, so der Bundestagsabgeordnete abschließend.

Bild: Marcus Weinberg priv.

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geschrieben von am 07 Sep 2012. abgelegt unter Allgemeines, CDU, Gesellschaft, Hamburg, International, Meldungen, News & Meldungen, Politik, Politik Wirtschaft Gesellschaft. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

3 Kommentare / Leserbriefe / Fragen für “Marcus Weinberg in Afghanistan: Mehr Anerkennung für Soldaten im Auslandseinsatz gefordert”

  1. Elbläufer

    Deutschland wird ja wohl immer noch am Hindukusch verteidigt! Schönes Foto, Marcus! Mehr davon!

  2. Sozialromantiker

    Respekt ud Anerkennung?

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen…..

  3. Stefan Jahn

    “Soldaten sind Mörder”!
    Als Antwort auf die Kriegspropaganda von irgendwelchen CDU Hinterbänklern braucht es nicht mer als ein Tucholsky-Zitat.
    Es ist aber interessant, dass ein CDU-Politiker in Verbindung mit dem Afghanistankonflikt das Wort “Krieg” in den Mund nimmt. Hat man sich doch gerade in der CDU immer dagegen gesträubt, das, was in Afghanistan seit Jahren passiert, Krieg zu nennen.
    Denn deutsche Soldaten führen nach deren Logik ja keine Kriege, sondern sind immer in “humanitärer Mission” unterwegs. Spätestens seit dem Massaker in Kundus lässt sich diese Form der Kriegspropaganda aber wohl nicht mehr aufrecht erhalten…

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