Angela_Merkel_Olaf_Scholz_DESY_Bahrenfeld_19Altona / Bahrenfeld. Anlässlich der Einweihung der PETRA III-Experimentierhalle und Taufe auf den Namen des Nobelpreisträgers Max von Laue, besuchte Angela Merkel das DESY-Gelände in Altona-Bahrenfeld. Im Mittelpunkt des Besuches beim Nano-Bio-Forschungscampus, der zurzeit bei DESY entsteht, stand die Rede der Kanzlerin, die in Begleitung von Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz, Prof. Dr. Helmut Dosch, Vors. des DESY-Direktoriums und Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Yonath kam.

Die Experimentierhalle der weltweit brillantesten Röntgenlichtquelle PETRA III trägt nun den Namen von Max von Laue. Von Laue hatte vor genau 100 Jahren die Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen entdeckt und damit das Tor zur Erkundung des Nanokosmos aufgestoßen. Der interdisziplinäre Nano-Bio-Forschungscampus, der rund um PETRA III entstehe, führe diese Forschung ins 21. Jahrhundert, so das Helmholtz-Zentrum-DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron). PETRA III sei „ein im wahrsten Sinne brillantes Beispiel“ für die Weiterentwicklung des Verfahrens von Laues, betonte die Physikerin Dr. Angela Merkel. „PETRA III erweitert in beeindruckender Weise die Forschungs- und Erkenntniswelt, für die Max von Laue vor 100 Jahren den Grundstein gelegt hat.“ DESY verstehe es dabei hervorragend, den Einsatz von Großgeräten wie PETRA III auf wichtige Fragen der Menschheit auszurichten und damit zum Nutzen jedes Einzelnen. „Deutschland braucht Spitzenforschung, so wie sie hier geleistet wird. Deutschland braucht Ihre Erkenntnisse und Ideen für Technologien und Märkte von morgen“, sagte die Bundeskanzlerin.

Bundeskanzlerin Merkel betonte in ihrer Festrede die Bedeutung von Fortschritten in der Grundlagenforschung als Nährboden für Technologien und Innovationen von morgen, während Olaf Scholz die Bedeutung von DESY für den Standort Hamburg betonte. „Sie stellen damit die Weichen für Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft. Das ist für eine relativ rohstoffarme Nation wie Deutschland natürlich von allergrößter Wichtigkeit, deshalb brauchen wir die Grundlagenforschung, sie ist für uns elementar. Darin liegt der Schlüssel, ob wir auch in Zukunft in Wohlstand leben können“, so die Bundeskanzlerin. DESY biete dabei beste Voraussetzungen für globale Forschungskooperationen. „Auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung spielt es weltweit eine Vorreiterrolle. Und es erweist sich als attraktiver Standort für modernste Großanlagen“, sagte Merkel. Scholz legte Wert auf die Feststellung: “Ziel ist es, die Synchrotronstrahlungsquellen von DESY verstärkt für die Lebenswissenschaften zu nutzen”, so der Bürgermeister. Erst gestern hatte der Hamburger Senat bekannt gegeben, mit 37 Mio. Euro das Strukturforschungszentrum um ein Max-Planck-Institut am selben Standort voranzutreiben.

Bilder von der Veranstaltung in unserer Galerie:

Auf dem Gelände der Helmholtz-Gemeinschaft, dem DESY-Campus, ist eine einzigartige Kombination von Forschungslichtquellen und Instituten vereint, die Hamburg zu einem Weltzentrum für Nanostrukturforschung machen. 1.800 Mitarbeiter und 3.000 Forscher halten sich jährlich auf dem Gelände auf. Nähere Informationen zu den vielen Einrichtungen, einige davon: Petra III, FLASH, European XFEL, NanoLab, CFEL, CUI, CSSB, EMBL, H2G, MPG, CHyN und PIER, hält DESY auf seiner Internetseite bereit.

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