HVV will 2013 Preise um 3,5% anheben

Haltestelle_HHamburg. Der Hamburger Verkehrsverbund plant die Anhebung der Tarifkonditionen für die Nutzung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV). Als wesentlichen Grund führt der HVV dafür im Gespräch mit ALTONA.INFO stark gestiegene Dieselpreise an. Allerdings hätten auch die an der Refinanzierung beteiligten öffentlichen Haushalte keine Erhöhung ihres Zuschusses in Aussicht gestellt.

Der Tarifantrag ist unterwegs zum Hamburger Senat. Darin beantragt ist eine Tarifsteigerung um durchschnittlich 3,5% (nach zuletzt 2,8% in diesem Jahr). Eine kleine Übersicht:

Einzelticket
Kurzstrecke bliebt bei 1,40
Normal 1,85 auf 1,90
Großbereich 2,85 auf 2,95

Abopreise
2-Zonen: 48,10 auf 49,80
Großbereich  von 77,00 auf 79,70
Gesamtbereich: von 154,00 auf 159,50

Die CC-Karten
3-Zonen 30,00 auf 31,40
Großbereich 43,50 auf 45,50
Gesamtbereich 70,80 auf 74,90

Kinderkarte
Großbereich 1,00 auf 1,10
Gesamtbereich 2,00 auf 2,20

Die CC-Karte soll als gleitende Karte angeboten werden, damit man auch zu einem flexiblen Datum einsteigen kann. Unabhängig von der Restlaufzeit des Abos werde die Änderung für alle Fahrgäste zum 01.01.2013 wirksam.

Die Einnahmen aus Fahrpreisen decken Kosten zu 2/3 und 1/3 bezuschusse die Stadt diese aus Steuermitteln. Bei der Neukalkulation werden ‘stark gestiegene’ Dieselpreise genannt. Die Kosten für Dieseltreibstoff seien über die letzten drei Jahre pro Jahr um durchschnittlich 12,6% gestiegen, so eine Sprecherin gegenüber ALTONA.INFO. Der HVV erzielte zuletzt 2011 Fahrgeldeinnahmen in Höhe von 652 Mio. Euro. Etwa 325 Mio Euro kommen aus Steuergeldern, vor allem aus Hamburg und Schleswig-Holstein, hinzu. Investitionskosten würden für die Berechnung der Tarifsteigerungen nicht herangezogen. Diese berechneten sich nach den tatsächlichen bzw. erwarteten Betriebskosten, etwa Personal- oder Beschaffungskosten für Waren- und Dienstleistungen.

696,7 Mio Fahrgäste verzeichnete der HVV in 2011, was einer 3-prozentigen Steigerung entspreche.  Der HVV führt in der Begründung und im Gespräch mit ALTONA.INFO auch an, dass Leistungserweiterungen geplant sind. Die U4, Investitionen bei den HADAG-Fähren und eine deutliche Leistungserweiterung bei den Metrobussen seien jedoch dem Fahrgastaufkommen geschuldet und nicht Bestandteil der Kalkulation zur Anhebung der Tarife. Zuletzt verzeichnete der HVV nach der Änderung der Einstiegsregel in Bussen auch deutlich steigende Abozahlen.

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Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=54639

geschrieben von am 19 Sep 2012. abgelegt unter Allgemeines, Gesellschaft, Meldungen, News & Meldungen, Politik Wirtschaft Gesellschaft, Verkehr und Umwelt. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

2 Kommentare / Leserbriefe / Fragen für “HVV will 2013 Preise um 3,5% anheben”

  1. Willy

    Tja, alle ärgern sich, keiner unternimmt etwas dagegen.
    Derr HVV ist schlechter als sein Ruf! Die ständigen Preiserhöhungen sind durch die allgemeine Kostensteigerungen nicht zu rechtfertigen. Das ist Abzocke hoch 3! Das überflüssige Busbeschleunigungsprogramm muss ja auch finanziert werden, Ziel, auf 15 km Busfahrt eine Zeitersparnis von 2 Minuten zu realisieren ist schlichtweg ein Irrsinn.
    HVV und Senat, macht weiter so.

  2. Bahnfahrerin

    Tja, eine Stadtbahn braucht keinen Diesel. Jetzt muss ich als ÖPNV-Nutzerin dafür zahlen, dass es den Autofahrern recht gemacht wird.

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