Hamburg. Die günstigen Entwicklungen auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt setzen sich laut des Hamburger Ausbildunsgreports 2012 fort. Zentrales Ergebnis: Mit insgesamt 14.916 registrierten neuen Ausbildungsverträgen zum Statistikstichtag 30. September 2011 konnte das beste Ergebnis seit rund 20 Jahren erzielt werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei den betrieblichen Ausbildungsverhältnissen.

Schulsenator Ties Rabe kommentiert: „Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als der Anteil der öffentlich finanzierten Ausbildungsplätze gegenüber dem Vorjahr um 350 Plätze zurückgegangen ist. Die erfreulichen Zahlen sind Ausweis für das ausgeprägte Ausbildungsengagement der Hamburger Wirtschaft. Das ist begrüßenswert, weil es in Betrieben echte Anschlussperspektiven gibt.“

Im Bundesdurchschnitt wurde im betreffenden Zeitraum mit 3,7 Prozent eine deutlich geringere Steigerung ermittelt. Hamburg erweist sich erneut als die maßgebliche Dienstleistungsmetropole des Nordens: 2011 wurden allein im Bereich der Handelskammer Hamburg 10.216 neue Ausbildungsverträge registriert. Dieser ist mit einem Anteil von 68,5 Prozent mit Abstand das wichtigste Segment des Hamburger Ausbildungsmarkts. Zu diesem für Hamburg erfreulichen Ergebnis hat die Stadt mit rund 600 öffentlich geförderten Ausbildungsplätzen einen wichtigen Beitrag geleistet.

Überraschend bei den Ergebnissen des Report ist das Einzugsgebiet des Hamburger Ausbildungsmarktes. Entgegen der Prognose hat der Anteil der aus anderen Bundesländern zugezogenen Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger wieder zugenommen, und zwar um zwei Prozentpunkte auf 42,4 Prozent. Schulsenator Ties Rabe: „Angesichts der demografischen Situation namentlich in Mecklenburg-Vorpommern hatten wir mit dieser Entwicklung nicht gerechnet. Der hochattraktive Hamburger Ausbildungsmarkt hat jedoch mehr junge Leute aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen angezogen als in den Vorjahren, was den Rückgang aus Mecklenburg-Vorpommern mehr als kompensiert hat.“ Die doppelten Abiturjahrgänge in 2011 in den bevölkerungsstarken Bundesländern Niedersachsen und Bayern hatten dagegen erwartungsgemäß keine signifikanten Auswirkungen auf den Hamburger Ausbildungsmarkt.

Des weiteren greift der Report die Umsetzung der Reform am Übergang von der Schule in den Beruf auf. Herausragender Meilenstein sei hier nach Behördenangaben die Einrichtung der Jugendberufsagentur zum 1. September 2012. Hamburg sei damit das erste Bundesland, das über eine landesweit agierende Beratungs- und Vermittlungsstelle für Jugendliche verfüge, die gemeinsam von den zuständigen Landesbehörden, der Arbeitsverwaltung, von Jobcenter team.arbeit.hamburg und den Bezirken betrieben wird. Die ersten beiden Regionalstellen sind in den Bezirken Mitte und Harburg an den Start gegangen. Auch in den anderen Bezirken ist die Einrichtung von Jugendberufsagenturen geplant.

Der gesamte Ausbildungsreport (PDF).

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