Gescheitert? Hemmingstedter Weg – Quantum macht einen Rückzieher

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Hier wird vorerst kein Wohnungsbau stattfinden. Darstellung: Quantum AG

Altona / Osdorf / Flottbek. Nach einem Bericht von NDR 90,3 macht der Immobilienentwickler Quantum einen Rückzieher bei seinen Plänen zur Bebauung des Areals am Hemmingstedter Weg. Man wolle nicht zwischen Bürger und Politik stehen, äußerte der Vorstand Schmidt gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Radiosender. Zuletzt hatte es ein Bürgerbegehren Pro und ein Bürgerbegehren Contra gegeben. Das Bürgerbegehren Contra erreichte durch genügend Unterschriften bereits, dass die Verwaltung und Politik im Bezirk Altona keine weiteren Entscheidungen treffen konnte. Das Pro-Begehren, insbesondere angeführt durch drei Vereinsfunktionäre, startete erst kürzlich und legte noch keine gesammelten Unterschriften vor.

Die Altonaer Grünen-Fraktion verweigerte zum Thema zuletzt die Zustimmung. Allerdings positionierte sich auch die SPD nicht eindeutig zu den Plänen. Das Projekt trieb einen weiteren Keil in die Altonaer SPD-Grünen-Koalition. Man müsse den Erfolg eines Pro-Bürgerbegehrens abwarten, sagte Fraktionssprecherin Boehlich. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es zumindest im Bezirk Altona, keine Mehrheit für die vorgeschlagene Variante geben wird.

Ist das Projekt damit vom Tisch oder handelt es sich um ein Druckmittel des Investors? Es bleibt noch die unschöne Möglichkeit der Evokation durch den Hamburger Senat. Ankündigungen dazu hat es in Senatskreisen bereits vor Monaten gegeben.

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Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=55002

geschrieben von am 13 Okt 2012. abgelegt unter Allgemeines, Gross Flottbek, Hemmingstedter Weg, Meldungen, News & Meldungen, Osdorf, Politik Wirtschaft Gesellschaft, Verkehr und Umwelt, Wohnen und Bauen. Antworten verfolgen RSS 2.0. Zum Ende gehen und eine Reaktion schreiben.

8 Kommentare / Leserbriefe / Fragen für “Gescheitert? Hemmingstedter Weg – Quantum macht einen Rückzieher”

  1. Sozialromantiker

    Sportplätze können auch ohne gigantomane Neubauvorhaben entstehen.

    Hier verwechseln sie ein plumpes Erpressungs und Finanzierungsmodell mit sachlichen Notwendigkeiten.

    Sport ist nicht der Nabel der Welt, immer schön locker bleiben.

  2. Enttäuschte Bürgerin

    Sehr erstaunlich. Da springt der Investor ab und von der regierenden SPD wird mal wieder verkündet, dass das Projekt sowieso keine Priorität hat.

    Gelichzetig wirbt sie bzw. ein SPD-Abgeordneter aber weiterhin per Massenmail an alle Sportvereine, das Gegenbegehren für die Bebauung zu unterschreiben, damit entweder der bisherige oder ein anderer Investor das Projekt umsetzen kann. Sowas nennt man doppelzüngig und es macht deutlich, dass das Gegenbegehren keines der Bürger ist, sondern ein reines Scheinbegehren der SPD in Altona.

    Traurig!

    Hier nun die Massenmail:

    ——– Original-Nachricht ——–

    Betreff:
    Sport am Hemmingstedter Weg

    Datum:
    Tue, 16 Oct 2012 13:10:37 +0200 (CEST)

    Von:
    bv-altona-bernau
    An:
    bv-altona-bernau

    Liebe Sportlerinnen und Sportler,

    ich wende mich heute mit einer Bitte an alle Unterstützer, die das Bürgerbegehren der am Hemmingstedter ansässigen Vereine beim Bürgerbegehren unterstützen.

    Auch wenn es auf Grund der momentane Berichterstattung in der Presse so aussieht als ob sich der Wohnungsbau und die Neugestaltung der Sportflächen am Hemmingstedter Weg erledigt hat weil der Investor abgesprungen ist, so ist es ganz wichtig, dass weiterhin Unterschriften gesammelt werden und das Bürgerbegehren zugelassen wird. Wir wollen eine Klärung für den Fall, dass der bisherige oder ein anderer Investor das Projekt doch noch in Angriff nehmen will. Das erste Bürgerbegehren, welches seine notwendigen Unterschriften schon zusammen hat, sammelt auch weiter und daher ist es sehr wichtig, dass auch die ansässigen Vereine und deren Unterstützer weiterhin aktiv sind.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Andreas Bernau

    Vorsitzender der SPD Flottbek-Othmarschen und
    Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Altona.
    Vorsitzender im Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport,
    Mitglied im Ausschuss für Umwelt-, Verbraucherschutz und Gesundheit,
    Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Sicherheit.

    SPD Hamburg
    Max-Brauer-Allee 20
    22765 Hamburg
    Homepage http://www.Andreas-Bernau.de

  3. Nikolausi

    …. wo bitte finde ich die Unterlagen für das Bürgerbegehren PRO Neubebauung? Die Adresse sollte einmal besser bekannt gemacht werden!

  4. Joachim Sinz

    Missverständnis, Herr Leonhart!
    Keiner der Nachbarn hat auch nur im Entferntesten irgendetwas gegen eine Modernisierung der Kunstrasenplätze! Im Gegenteil, sie sprechen sich explizit FÜR den Erhalt ALLER Sportplätze aus.
    Eben weil wir unsere Kinder NICHT vor den PC schicken wollen, engagieren sich die direkten Nachbarn und eine breit aufgestellte Bürgerinitiative.
    Nicht zu vergessen: die Bürgerinitiative spricht sich auch dafür aus, das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) mit seinen erzieherisch gestalteten Biotopen an seinem jetzigen, verkehrsgünstigen Standort zu belassen – im Interesse unserer Kinder!

    Der Text des von Ihnen kritisierten Bürgerbegehrens lautet:

    Sind Sie dafür, dass die Sport- und Grünanlagen am Hemmingstedter Weg mit allen vorhandenen Sportplätzen, den Grünflächen und dem Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) erhalten bleiben, indem das Bezirksamt verbindlich aufgefordert wird, den geltenden Bebauungsplan nicht zu verändern, und die zuständigen Fachbehörden gebeten werden, auf eine Verlagerung des ZSU an einen anderen Standort sowie auf eine Verkleinerung der Sportanlagen zu verzichten?

    Sie, Herr Leonhart, wollen doch auch keine Verkleinerung der Sportanlagen – oder etwa doch?

  5. Herbert Leonhart

    Vier neue Kunstrasenplätze sollten entstehen. Bisher gibt es nur 2 sehr in die Jahre gekommene Kunstrasenplätze. Mit Falschinformationen haben die Nachbarn, damals selbst in den Grüngürtel eingezogen, nun das Argument umgekehrt und gegen das Projekt votiert. Wieder eine neue Posse mit dem Titel :”Wir müssen etwas tun, aber nicht bei mir”.
    Das Kinder feindliche Deutschland lässt grüßen. Dann schicken wir künftig
    die Jugendlichen einfach vor den PC. Danke.

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