Fahrfehler vom Kapitän: Aida kollidierte bei Ablegemanöver am Kreuzfahrtterminal Altona
Hamburg / Altona. Das ist wohl gerade noch mal gut gegangen: Am 13.10. kollidierte ein Gigant aus der Aida-Flotte (Länge 170,27 m, Breite 32,60 m, BRZ 38.557 mit über 1.000 Passagieren an Bord) beim Ablegen mit dem Edgar-Engelhardt-Kai am Kreuzfahrtterminal in Altona. Die Wasserschutzpolizei hatte Ermittlungen übernommen.
Nach den vorliegenden Erkenntnissen wurde die “AIDAcara”, die übrigens unter italienischer Flagge fährt, beim Ablegen mit dem Heck rückwärts an den Edgar-Engelhardt-Kai gedrückt. Dabei wurde ein Fender mit Halterungsplatte aus der Pier gerissen. An der “AIDAcara” entstanden im Heckbereich, ca. 2,5 Meter über der Wasserlinie, Sachschäden in Form von Beulen, Farbabrieb und ein ca. 20 cm langer Riss in der Außenhaut des Schiffes. Zum Kollisionszeitpunkt befanden sich 1.111 Passagiere sowie 371 Besatzungsmitglieder an Bord. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt.
Die Wasserschutzpolizei sprach ein vorläufiges Auslaufverbot für das Passagierschiff aus das daraufhin zur Reparatur festmachte. Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dürfte ein Fahrfehler des Kapitäns (53) ursächlich für die Kollision gewesen sein. Alkoholmissbrauch sei ausgeschlossen. Nachdem eine Fachfirma den Riss in der Außenhaut geschweißt hatte, wurde das Auslaufverbot aufgehoben. Die “AIDAcara” konnte bereits einen Tag später, am 14.10. gegen 03:30 Uhr den Hamburger Hafen in Richtung Dover verlassen.
Unfallzeit: 13.10.2012, 18:30 Uhr
Unfallort: Hamburger Hafen, Edgar-Engelhardt-Kai
Kurz-URL: http://www.altona.info/?p=55069







Die wertung ‘Grade noch mal gut gegangen’ ist etwas reisserisch und unserioes. Sie klingt als waere das Schiff knapp einer Katastrophe entgangen. Der Unfall ist ungefaehr vergleichbar mit einem Reisebus, der sich beim Ausparken eine Delle in der Stossstange holt, weil der Busfahrer einen Poller uebersieht – voellig undramatisch.
Warum man auch ‘reflexhaft’ das kleinste(!) Schiff der Aida-Flotte – und insgesamt ein eher kleines Schiff – als ‘Gigant’ bezeichnen muss erschliesst sich mir nicht.
Eine etwas sachlichere Wiedergabe waere ggf angemessener. Sonst sind wir bald nur noch einen Schritt von der Bild-Zeitung entfernt nach dem Motto: Todesdrama am Elbstrand: Luxusgigant rast(!) in Kaimauer: Ueberlebende(!) berichten…