Schule-AltonaHamburg. Bringen Sie ihren Kindern den Umgang mit Facebook bei? Sind ihre Kinder mit dem Thema Datenschutz allgemein vertraut? Die Hamburger Datenschützer zieht es jetzt auf Wunsch von Hamburger Eltern zum Nachhilfeunterricht in die  Schule – eine Unterrichtseinheit zum Gesamtthema wurde bereits konzipiert und eine aktuelle Broschüre klärt über das wichtige Thema auf.

Besorgte Eltern seien erstaunt gewesen, was man allein zum Thema Facebook alles wissen sollte, berichtet Arne Gerhards, aus dem Büro des HmbBfDI (Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit). In der Abteilung, die Prof. Dr. Johannes Caspar leitet, habe man den Start der neuen Facebook-Broschüre deshalb in der Rudolf Steiner Schule in Wandsbek geplant. Am 10. Januar findet dort in Anwesenheit der Presse ein Musterunterricht statt. Kapazitäten, um etwa auf Roadshow durch die Hamburger Schulen gehen zu können, halte man allerdings nicht vor, heißt es auf Anfrage. Doch der Bedarf an korrekter und medienpädagogischer Information dürfte gerade in Bildungseinrichtungen enorm sein.

Persönlicher Datenschutz bei Facebook – wie geht das? Das sei die zentrale Leitfrage die die Hamburger Datenschützer bewegen muss. Durch den Deutschlandsitz von Facebook in der Hansestadt ist man auch bundesweit zuständig. Die Marktforschung identifiziert Jugendliche als eine besondere Zielgruppe für das „soziale“ Netzwerk.  Die erste Anmeldung bei Facebook erfolge durchschnittlich mit 12,7 Jahren, 81% aller 12- bis 19-jährigen hätten einen Facebook-Account, so die JIM-Jugendstudie des medienpädagogischesn Forschungsverbunds Südwest aus 2012 (PDF).  Diese Zahlen belegten, so die Behörde, welchen Stellenwert das soziale  Netzwerk im Leben von Kindern und Jugendlichen einnimmt. Facebook wird mit erheblichem Abstand zu anderen Communities von Jugendlichen genutzt, so auch ein Ergebnis der Studie. Dabei habe nur ein Zehntel der jugendlichen Nutzer das Gefühl, dass ihre eigenen Daten dabei sicher sind – nicht  zuletzt weil sich die Datenschutzbestimmungen häufig verändern und schwer verständlich seien.

“Höchste Zeit, etwas zu tun und die jugendlichen Nutzer zu unterstützen!”

Gefragt seien Eltern und Schulen, denn die Datenschutzkompetenz müsse erlernt werden, so die Datenschützer. Ein zentraler Baustein hierfür sei es, zu zeigen, wie die Möglichkeiten, die Facebook für den persönlichen Datenschutz bietet, richtig angewendet werden. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat deshalb mit einer laufenden Broschüre „selbst & bewusst – Tipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook“ (neue Auflage ab 10.01.2013) eine Anleitung veröffentlicht. In 14 Tipps würden verschiedene Einstellungsmöglichkeiten gezeigt und ergänzende Hinweise gegeben. Für Lehrerinnen und Lehrer hält man zum Thema Internetmedien insgesamt auch didaktisches Lehrmaterial bereit. Eine komplette Unterrichtseinheit mit dem Titel „Meine Daten kriegt ihr nicht!“ wurde in Zusammenarbeit mit Pädagogen konzipiert.

Was meinen Sie zu dem Thema: Sollte es Facebook-Unterricht bzw. Unterricht zur Anwendung sozialer Medien in der Schule geben?

Sollte es Unterricht zu Facebook & Co in der Schule geben?

Ergebnis

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