Symbolbild
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Altona-Altstadt-Blankenese. Es war einiges los in der Nacht zum Donnerstag. Die Feuerwehr musste ausrücken. Teile des Fischmarkts in Altona-Altstadt standen unter Wasser und in Blankenese wurden Eisschollen über den Strand auf die Straße gespült. Von den Sturmböen, die laut Deutschem Wetterdienst besonders vor Husum zuschlugen, wurde Wasser in Hamburg zurückgehalten. Nach Informationen der Innenbehörde wurde über Hörfunk, Videotext und SMS informiert. Die Polizei setzte sogar Bollerschüsse ab, da ein Wasserstand über 3,5 Meter über NN erwartet wurde.

Insgesamt gab es in Hamburg über hundert Einsätze. Anlässlich dieser Flut machte die Innenbehörde auf das SMS-Warnsystem der Stadt Hamburg aufmerksam. Eine SMS mit dem Begriff “KATWARN 22767” an die Nummer 0163-7558842 sorgt für eine Information der Stadt Hamburg per SMS über Warnungen im PLZ-Bereich 22767 rund um den Fischmarkt. Der Dienst ist kostenlos – eine kleine PLZ-Übersicht über die elbnahen Gebiete im Bezirk Altona:

22763 Fischmarkt (Altona-Altstadt)
22767 Oevelgönne (Ottensen / Othmarschen)
22605 Teufelsbrück (Nienstedten)
22609 Mülenberger Hafen (Nienstedten)
22587 Strand Blankenese
22559 Falkensteiner Ufer (Rissen)

Ab wann spricht man eigentlich welche Warnstufe aus? Wie funktioniert das Warnsystem in Hamburg, wollten wir wissen. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Messsysteme unterschieden. Mittel- und Hochwasser (vom Bundesamt für Hochwasser und Hydrographie) oder Normal Null (NN). Die Stadt Hamburg verwende den Indikator NN-NormalNull. Bei einem prognostizierten Wasserpegel von 3,5m über NN spreche man von einer “leichten Sturmflut”; ab 4,5m über NN von einer “schweren Sturmflut” und ab 5,5m über NN von einer “sehr schweren Sturmflut”.

Der Zentrale Katastrophendienststab (ZKD) – auch Krisenstab genannt – tritt in der Innenbehörde ab einem prognostizierten Wasserpegel von 5m über NN (“Wasserstandstufe 1”)  zusammen. Bis dahin sei man dort nicht mal befasst, so die Innenbehörde. Bezirke und Feuerwehr seien ebenfalls aktiv und stimmen ihren Einsatz unabhängig davon vor Ort ab. So verfügen Bezirke beispielsweise über Lautsprecherwagen. Ín jedem Zusammenhang mit Hochwasser sei natürlich auch die Beobachtung der Windrichtung wichtig. Ein Sturm aus Nord-West habe auf den Wasserstand der Elbe den stärksten Einfluss. Ab 7,3m über NN heulen in Hamburg auch die Sirenen.

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