hamburg_altona_othmarschen_SBahnStationAltona / Othmarschen. Wegen der Verwendung von “Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen” kam es zum Einsatz der Bundespolizei in der S-Bahnstation Othmarschen. Nach Auskunft von Polizeisprecher Carstens wurde eine 71-jährige Frau mit verfassungswidrigen Hitler-Sprüchen (Sieg… und … war der Beste) übel beschimpft. Ein Verfahren nach Strafgesetzbuch wurde eingeleitet.

Nach jetzigem Sachstand der Hamburger Bundespolizei machten sich am 02.03.2013 gegen 05.30 Uhr in einer fahrenden S-Bahn der Linie S 1 auf der Fahrt von Altona Richtung Wedel drei junge Männer (18,18,19) zunächst über einen weiblichen Fahrgast lustig. Der Grund laut Bundespolizei: Die deutsche Staatsangehörige (71) trug ein Kopftuch. Im weiteren Verlauf „beglückwünschte“ einer der Heranwachsenden (18) die 71-Jährige zu ihrem “hübschen Kopftuch”, sprang auf und rief lautstark eine verfassungswidrige Parole. Der 18-Jährige zeigte durch Anheben des rechten Armes eine verfassungswidrige Grußform, rannte durch den ganzen S-Bahnwagen und rief weiterhin eine verfassungswidrige Parole, so der Bericht.

S-Bahn Gäste fassunglos – Strafverfahren eingeleitet

Mehrere Fahrgäste beobachteten fassungslos den Vorfall. Ein Fahrgast (58) forderte den jungen Mann auf dieses Handeln zu unterlassen. Im Anschluss kam es zwischen den drei Heranwachsenden und dem 58-Jährigen zu Beleidigungen und Handgreiflichkeiten. Hierzu dauern die Ermittlungen der Bundespolizei noch an – fest stünde  – so die Bundespolizei auf Rückfrage, die Jugendlichen waren leicht alkoholisiert.

Eine Zeugin des Vorfalls betätigte die Notrufeinrichtung in der S-Bahn. Alarmierte Bundespolizisten konnten alle Beteiligten im S-Bahnhaltepunkt Othmarschen feststellen. Gegen den 18-jährigen Hamburger leiteten Bundespolizisten ein Strafverfahren (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, StGB 86a) ein. Der Beschuldigte sei bislang polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. Weitere Strafverfahren wurden wegen Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet, so die Bundespolizei abschließend.

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