Stresemannstr
Hier gilt gerade noch Tempo 30 an der Kreuzung Stresemannstraße – Max-Brauer-Allee.

Hamburg / Altona. „Menschen, die an lauten Straßen wohnen, ihnen soll geholfen werden“ – so jedenfalls wünscht es die EU in der sogenannten Umgebungslärmrichtlinie. Seit 2008 ist zu dem Thema ein Aktionismus auszumachen, ohne dass jedoch besonders viel passiert. Vorgelegt wurden bislang zwei Entwürfe von Untersuchungen.

In Hamburg gibt es dazu bislang leider weder zeitliche noch finanzielle Zusagen, meinen die GRÜNEN. Holger Süllberg kritisiert, dass die Stresemannstraße bislang keine Rolle in dem Lärmaktionsplan spielt, der mit einem zweiten Entwurf im Sommer vom Senat vorgestellt wurde. Auch bei der 2. Stufe des Lärmaktionsplans (LAP) für Altona komme man aus dem ‚Staunen‘ nicht heraus, so Süllberg. Beim „Pilotprojekt Stresemannstraße“ sei schlicht überhaupt keine Maßnahme geplant. Sollte hier dennoch etwas geschehen, dann nur, weil die Deutsche Bahn AG – etwa an der Sternenbrücke – von sich aus aktiv wird.

Erstaunlich sei vor allem die Begründung: Die Stresemannstraße sei in der Gesamtstrecke bereits mit Tempo 30 versehen. Hinweise aus dem Bezirk, dass das nicht stimme – das Tempolimit gilt etwa nur für den Bereich Lerchenstraße bis Alsenstraße – wurden bislang offenbar überhört.  Bezirkspolitiker Holger Sülberg von den GRÜNEN moniert: „Die Behauptung, den Menschen in der Stresemannstraße könne nicht geholfen werden, weil ihnen schon geholfen wurde, ist falsch – eine bittere Enttäuschung für die Anwohnenden. Tempo 30 zwischen Alsenstraße und Harkortstraße wäre ebenso neu wie wirksam gegen Lärm und würde künftigen Belastungen durch den Verkehr aus der Mitte Altona entgegenwirken.“

Noch im Herbst 2012 stellte die BSU einen ersten Entwurf mit dem Lärmaktionsplan vor. Damals fasste die BSU zum Thema Stresemannstraße / Holstenstraße zusammen: „Die Straße ist aufgrund der hohen Verkehrsdichte (27 000 KFZ in 24 Stunden) stark verlärmt. Hinzu kommt Bahnlärm. Trotz der bereits vorhandenen Tempo 30-Regelung sind die Bewohner einem hohen Lärmpegel ausgesetzt. Vorgeschlagene Maßnahme: lärmmindernde Fahrbahnbelege; Gespräche mit der Deutschen Bahn zur Erneuerung des Brückenbauwerks Sternbrücke, das durch seine Schwingungen für enorme Lärmemissionen sorgt, punktuelle Lösungen wie Schließung lärmwirksamer Baulücken.“

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