mittealtona-anliegerfreiHamburg / Altona. Zum Schutz der angestammten Bevölkerung vor Verdrängung durch massive Mietpreissteigerungen in Vierteln sind auch im Bezirk Altona einige „Soziale Erhaltungsverordnungen“ beschlossen. Luxussanierung, Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen etwa, darf es im Osterkirchenviertel in Ottensen oder in Teilen der Sternschanze nicht mehr geben.  Nur wie wirksam ist eine Verordnung, wenn sie in der Praxis nicht überwacht wird?

Die Bezirkspolitik fordert jetzt vom eigenen Bezirksamt, entsprechende Mitarbeiter bereitzustellen: „Die Bezirksamtsleiterin wird gebeten, die Umsetzung der bestehenden und kommenden Sozialen Erhaltungssatzungen im Bezirksamt sicherzustellen. Hierfür ist ggf. zusätzliches Personal einzustellen, dass aus den Haushaltsmitteln zu finanzieren ist, welche das Bezirksamt aus dem Vertrag für Hamburg erhält“, so ein Antrag. Die städtische Baubehörde (BSU) wird weiterhin aufgefordert, Mittel bereitzustellen und Arbeiten an den im Verfahren befindlichen Erhaltungssatzungen zügig fortzuführen. Der Ball liegt jetzt bei Bezirksamt, Senat und Bürgerschaft.

3 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Das Ganze kommt 20 Jahre zu spät. Das wirklich interessante Ottensen ist TOD! Besondere Läden, Nischendasein all das ist nicht mehr. Subotnic etc. wo sind sie alle hin? Mietpreise die durch die Decke gehen, weil Mensch unbedingt in so „hippen“ Stadtteilen leben müssen und jeden Preis dafür zahlen. All das hat einen Großteil der Menschen vertrieben, die den Stadtteil so bunt gemacht haben. Die aber nicht das Geld haben explodierende Mieten zu zahlen.

    • Finde ich nicht. Ist mir etwas zu schlicht immer nur zu denken, dass frueher alles besser war. Wer entscheidet denn, was ein ‚echter Ottenser‘ sein darf? Ich finde es eine Spur zu arrogant wenn man immer nur, das was einem selbst gefaellt als das ‚einzig Wahre‘ und ‚richtige‘ darstellt.

      Das interessante Ottensen lebt! Und es wird in 20 Jahren auch noch leben – nur wird es eben nicht genauso sein wie es heute ist. Eben diese Veraenderung macht Staedte so spannend.

      Gruss aus dem immer noch bunten Osterkirchviertel!

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