Geburtsklinik-AK-Altona-BabyAltona / Ottensen / Othmarschen. Das AK Altona hat ein vollständig erneuertes Geburtszentrum eröffnet, das für etwa 9 Millionen Euro in den letzten zwei Jahren umgestaltet wurde. In dem Perinatalzentrum soll nun alles „größer, komfortabler, sicherer” werden, so die Klinik in einer Mitteilung. Kreißsäle, Wochenstationen, eine neonatologische Intensivstation wurden umgestaltet. Am Freitag führte die Klinik geladene Gäste durch die neuen Räume, einen Tag später war Tag der offenen Tür.

Das AK Altona hat jetzt ein sehr großes und familienfreundlicheres Geburtszentrum erhalten. Acht modern gestaltete statt fünf langweilige Kreißsäle gibt es jetzt im AK Altona. Das ‚Storchennest‘ wurde aus dem Nebengebäude jetzt in das Geburtszentrum integriert. Das 1996 gegründete Zentrum ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) für die Betreuung von normalen und risikobehafteten Schwangerschaften. Jährlich werden dort mehr als 5.000 Fälle ambulant und stationär betreut, davon ein Viertel Risikoschwangerschaften.“Schwangerschaft ist ja auch keine Krankheit“ und so ist Asklepios-Geschäftsführer Dr. Christoph Mahnke erfreut, dass Familien hier nicht im Krankenhaus selbst, sondern in einem eigenen Gebäude untergebracht sind.

Die gesamte Infrastruktur wurde insbesondere aus den Konjunkturmitteln des Bundes und der Stadt Hamburg bereitgestellten Geldern (7,5 von 9 Mio) auf den Stand gebracht. Die Mediziner, Vertreter aus der Forschung und der Gesundheitsbehörde weihten das neue Zentrum ein. Teil des Projektes war auch die Erweiterung der neonatologischen Intensivstation des Altonaer Kinderkrankenhauses, die sich im gleichen Gebäude befindet und seit 1996 mit dem AK Altona hier eine Partnerschaft unterhält.

Bereits das zweite Jahr in Folge verzeichnet die Stadt Hamburg leicht steigende Geburtenzahlen. Die Geburt von 900 Kindern mehr als im Vorjahr verzeichneten die Hamburger Kliniken gegenüber dem Vorjahr 2011. Bis Mitte 2013 wurde dieser Trend, den die Behörde noch nicht als Kehrtwende der allgemein schlechten Geburtenrate bezeichnet, noch überstiegen. 2.540 Kinder sind in Altona geboren, davon 349 Frühgeborene. Auf dem neuesten medizinischen Stand ist auch die die Frühgeborenenstation. Dr. Axel von der Wense, Leitender Arzt der Abteilung für Intensivmedizin, weist darauf hin, dass zur Zeit 97% der Frühgeboreren hier überlebten.

Zu der Erweiterung des Perinatalzentrums Altona zählen die Erweiterung der Wochenstation mit ihren 18 Zweitbettzimmern um fünf so genannte Familienzimmer, in denen Ehemänner oder Begleitpersonen der werdenden Mütter übernachten können. Auch auf der Pränatalstaion wurden neben den sieben Zweibettzimmern extra zwei Familienzimmer eingerichtet. Die neonatologische Intensivstation wurde um fünf Betten vergrößert, dazu kommen drei Roooming-In-Zimmer für Eltern und Kind. Neu ist auch eine Elternschule mit drei Kursräumen für Kurse zur Geburtsvorbereitung, –nachbereitung, für Geschwisterschule, Familienkurse, Stillberatung sowie Osteopathie für Neugeborene. Spätestens auf der Frühchen-Station wird bei dem Rundgang klar, wie wichtig High-Tech heute für das Überleben der Kleinsten ist.

Viel Investion, um im Wettbewerb der Kliniken um die jüngsten aller Patienten mithalten zu können. Familien bei diesem Ereignis zu begleiten, ist für Kliniken so etwas wie ‚Jugendmarketing‘. Gerne erinnert man sich an die gute Betreuung bei diesem Ereignis. Auch das UKE weihte  kürzlich ein modernisiertes Geburtszentrum ein. Das Albertinen-Krankenhaus hatte im letzten Jahr aufgerüstet. Viel haben sich die Klinken in den letzten Jahren insbesondere beim Geburtshaus abgeschaut und setzen jetzt stark auf Wohlfühlatmosphäre. Dass Dekan Prof. Dr. Uwe Koch-Gromus vom Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) und auch Vertreter des Geburtshauses gekommen waren, einte die Anwesenden in ihrer gemeinsamen Mission: „Ihr Kinderlein kommet“.

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