Altona / Bahrenfeld / Groß Flottbek. Die Bezirksversammlung wünscht die Einrichtung von Radstreifen bzw. Radfahrschutzstreifen entlang der Ebertallee in beide Richtungen bis zur S-Bahn Othmarschen. In der Ebertallee sei derzeit schließlich „Platz für zwei Fahrbahnbreiten“, leitet der Beschluss ein, der am 28.11.2013 gefasst wurde. Die Fahrbahndecke zwischen Luruper Chaussee und Osdorfer Weg sei in beiden Fahrtrichtungen in einem schlechten Zustand. Im Zuge einer Deckensanierung bzw. Grundinstandsetzung aus FHH-Mitteln könne man gleichzeitig Radstreifen oder Radfahrschutzstreifen in beide Richtungen einrichten, so die Bitte an die Hamburger Verkehrsbehörde.

Ab dem Osdorfer Weg (noch Ebertallee, danach Dürerstr., dann Beseler Platz) bis hin zur S-Bahn-Überführung ist die Fahrbahndecke zwar in etwas besserem Zustand, aber auch hier erscheinen die Breiten ausreichend für zumindest einen Schutzstreifen. Die S-Bahn-Überführung selbst sei zweifellos zu schmal, um auch darunter eine Durchgängigkeit für den Radverkehr zu gewährleisten. In Verbindung mit der bereits beschlossenen und derzeit in der Planung befindlichen Radstreifen-Route südlich des Beseler Platzes bestehe hier also – mit Ausnahme der Lücke bei der Unterführung – die Chance auf eine gute und leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr.

Mit Blick auf die besonderen Gefahrensituationen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens am östlichen Beginn der Waitzstraße und dem „Busbahnhof“ soll auch in Verbindung mit den Planungen ein Sicherheitsaudit für den Bereich Beselerplatz (Richtung Elbe bzw. von der Ebertallee kommend in Richtung Reventlowstr.) stattfinden, das den gesamten, sehr unübersichtlichen Raum untersucht und Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern macht. Diese Vorgaben können dann in die Umgestaltung mit einfließen.

ADFC begrüßt Vorhaben

In einer Stellungnahme begrüßt der ADFC Hamburg die Anlage von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn und fordert grundsätzlich „ihren verstärkten Ausbau auf viel befahrenen Tempo-50-Hauptverkehrsstraßen, um den Radverkehr in Hamburg sicherer zu machen, den Radverkehrsanteil zu steigern und den Straßenraum attraktiver zu machen“, so der Hamburger Landesverband. Mit Blick auf den ruhenden Verkehr rund um die Steenkampsiedlung fordert man jedoch grundsätzlich eine Priorisierung von Maßnahmen für den fließenden Verkehr vor dem ruhenden Verkehr. Bezüglich der Situation am Beseler Platz „wäre aus unserer Sicht die Einrichtung einer Tempo-30-Zone und weiterer verkehrsberuhigender Maßnahmen das Beste und Sicherste für alle VerkehrsteilnehmerInnen, womöglich auch schon ab Osdorfer Weg“, so ADFC-Sprecher Dirk Lau.

 

Der Beschluss der Bezirksversammlung Altona auf Antrag der Fraktionen GRÜNE und SPD:

1) Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation wird gem. § 27 BezVG gebeten, im Rahmen des Programms „Hamburgs Straßen erneuern“ die Ebertallee zwischen B431 und Luruper Chaussee instand zu setzen und in diesem Zuge beidseitig Rad- oder Schutzstreifen einzurichten. Ein Verlust von Stellplätzen im Bereich der Mittelinsel sowie auf den jeweils rechten Seiten ist auszuschließen.2) Das Bezirksamt wird gem. § 19 BezVG gebeten, für den Bereich der Ebertallee bzw. im weiteren Verlauf Dürerstraße bis zur S-Bahn-Unterführung Othmarschen die Einrichtung eines Radstreifens oder eines Schutzstreifens zu prüfen und die Planung dem Verkehrsausschuss vorzustellen.3) Um die Situation insgesamt für den Rad- und den Fußverkehr im Bereich Beselerplatz sicherer zu machen, soll ein externes Sicherheitsaudit durchgeführt werden, dessen Ergebnisse dann in die Planung einfließen können.

 


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