Darstellung: Polizei Hamburg
Darstellung: Polizei Hamburg

Hamburg. Die Polizei hat am Donnerstag um 15:30 Uhr eine „Neuordnung der Gefahrengebiete“ ab 9.1., 18:00 Uhr bekannt gegeben. Demnach wird das Gebiet verkleinert und um die Polizeikommissariate 15, 16 und 21 gezeichnet (siehe Skizze). Ein großflächiges Gefahrengebiet war eingerichtet worden, „nachdem in den vergangenen Wochen wiederholt Angriffe auf Polizeibeamte und öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Polizeigebäude stattfanden“, so die Mitteilung. Neben der Gebietsverkleinerung gilt jetzt eine zeitliche Einschränkung für das Sondergebiet mit erweiterten Polizeirechten auf die Stunden zwischen 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr.

Nach Darstellung der Polizei war die Lagebewertung ein Kriterium für die zwischenzeitliche Anpassung. Bereits am Dienstag hatte die Polizei bis in den Nachmittag nach eigenen Angaben keine Kontrollen durchgeführt.

Der weitere Originaltext der Pressemitteilung:

Seit Einrichtung des Gefahrengebietes konnten in diesem Bereich durch gezielte Kontrollmaßnahmen der Polizei potenzielle Störer erkannt und dadurch die Ausübung schwerer Straftaten weitgehend unterbunden werden. Daneben haben die Einsatzkräfte insbesondere zu Beginn der Kontrollmaßnahmen zahlreiche illegale Pyrotechnik, Schlagwerkzeuge und Vermummungsgegenstände sichergestellt. Nunmehr konnte festgestellt werden, dass diese Gegenstände kaum noch mitgeführt und weniger potenzielle Gewalttäter angetroffen werden. Insofern ist der Fortbestand des Gefahrengebietes in dem bisherigen Ausmaß nicht mehr erforderlich. Gleichwohl wurden in diesem Zeitraum Polizisten mit Pyrotechnik beworfen und in einschlägigen Internetforen wird weiterhin mit Angriffen gegen die Polizei und öffentliche Gebäude gedroht. Vor dem Hintergrund dieser Drohungen wird das Gefahrengebiet modifiziert und räumlich auf die Umgebungen der Polizeikommissariate 15, 16 und 21 begrenzt. Da die relevanten Personengruppen überwiegend in den Abend- und Nachtstunden angetroffen wurden, wird das Gefahrengebiet auf die Zeit von 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr begrenzt. Gleichzeitig wird die Hamburger Polizei die verstärkten Präsenzmaßnahmen auch im ehemaligen Gefahrengebiet fortsetzen und die Lage kontinuierlich bewerten, um der Entwicklung entsprechend weitere Anpassungen der Maßnahmen vorzunehmen.

In dem Gefahrengebiet können Polizeibeamte lageabhängig relevante Personen und mitgeführte Sachen kontrollieren. Unter den entsprechenden höheren rechtlichen Voraussetzungen können zudem Platzverweise erteilt, Aufenthaltsverbote ausgesprochen und Personen in Gewahrsam genommen werden.

Die drei Gefahrengebiete haben folgende örtliche Begrenzungen:

Umfeld des Polizeikommissariates 15 (Davidwache):
nördliche Begrenzung Simon-von-Utrecht-Straße, Budapester Straße, östliche Begrenzung Millerntorplatz, Zirkusweg, südliche Begrenzung Bernhard-Nocht-Straße,
westliche Begrenzung Balduinstraße, Silbersackstraße, Talstraße

Umfeld des Polizeikommissariates 16:
nördliche Begrenzung Max-Brauer-Allee, östliche Begrenzung Schulterblatt, Neuer Pferdemarkt, Budapester Straße, südliche Begrenzung Paulinenstraße, Paulinenplatz, Gilbertstraße,
westliche Begrenzung Scheplerstraße, Wohlers Allee

Umfeld des Polizeikommissariates 21:
nördliche Begrenzung Ehrenbergstraße, Jessenstraße, Louise-Schröder-Straße, östliche Begrenzung Holstenstraße, südliche Begrenzung Königstraße, Alte Königstraße, Klopstockstraße,
westliche Begrenzung Betty-Levi-Passage, Museumsstraße,

Die Gefahrengebiete gelten jeweils einschließlich der aufgeführten Straßenzüge, so die Polizei abschließend.

 

Nach Informationen von ALTONA.INFO wird das Gefahrengebiet am Donnerstag eingeschränkt. Eine entsprechende Einschätzung nahmen wir bereits am Mittwoch vor. Ein baldiges “Go” erwartet die Hamburger Polizei und bereitet derzeit eine Mitteilung an die Öffentlichkeit vor, so ein Sprecher der Polizei gegenüber unserer Lokalzeitung. (14:35 Uhr)

+++ Fortsetzung folgt bei Mitteilung an die Presse +++

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