SBahnhofAltona-EingangUntergeschossHamburg / Altona. Die Deutsche Bahn AG hat die leicht überarbeiteten Planungen für das Zwischengeschoss, die -1 Ebene im Bahnhof Altona, vorgestellt. Saniert werden soll bis Mitte 2015 für etwa 10 Mio Euro. Die Fläche für Geschäfte verdoppelt sich von 800 auf 1600 Quadratmeter. Es soll einen vielfältigen Branchenmix geben, so die DB AG. 90.000 Reisende zählt die Bahn bisweiligen durchschnittlich täglich. Der Trend zur Nutzung des Personennahverkehrs im Bahnhof Altona nimmt zu, so ein Bahnmitarbeiter gegenüber ALTONA.INFO. Allen Mietern sei bereits gekündigt. Die Relikte der historischen Bahn (‚Die Lok‘) kommen in ein Eisenbahnmuseum. Der HVV-Verkauf soll übergangsweise und während der Bauphase ins Erdgeschoss ziehen, bevor er wieder – an genau der Stelle der ‚Lok‘ eine erweiterte Fläche bezieht. Durchnässungsprobleme würden im Zuge dieser Teilsanierung behoben.

Ein Teil der Geschäfte im nördlichen Teil des Zwischengeschosses bleibt geöffnet, da dieser Teil nicht der DB AG, sondern einem privaten Unternehmen, bzw. Fonds, gehört. Hier wechselte nach Informationen von ALTONA.INFO im letzten Jahr der Inhaber. Verantwortlich für das Management ist hier ist die Prelios AG aus Blankenese, die auch das Gebäudemanagement für das Mercado inne hat.

Der abgebaute Briefkasten ist ebenso wie der Abbau der historischen Relikte ein Verlust. Die Bahn sagt, keiner wollte – trotz Anfragen an den Bezirk – die alte Lok weiter beherbergen. Die Deutsche Post AG widerum bestätigt, dass der Briefkasten vor den Fahrkartenautomaten zwar viel genutzt wurde, es käme nach dem Umbau dort allerdings kein neuer Briefkasten hinein. Die Post führt dies auf mangelnde Haltezonen für Postfahrzeuge zurück. Es hätte deshalb immer wieder Ärger mit der Polizei gegeben. Neue Kästen sind vor dem Bahnhof am Parkplatz zu finden.

Bei aller Kritik ist besonders die Barrierefreiheit und die Beleuchtung hervorzuheben. Mit einem neuen Leitsystem schafft die Bahn – etwa für Blinde – mehr Orientierung im S-Bahnhof Altona.

 

 

 

3 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Die Lok soll weg? Ja geht’s denn noch?
    Als Schüler auf dem Weg ins Freibad oder zur Eisbahn, mit der Fußballmannschaft auf dem Weg zu Auswärtsspielen, mit den Kumpels auf dem Weg in das eine oder das andere Stadion, mit der Herzallerliebsten zum Dom oder Shoppen: immer war und ist „an der Lok“ der Treffpunkt. Und warum soll sie weg? Richtig, es muß mehr Platz für Kommerz her. Jeder Quadratmeter muß Kohle bringen.

    Nee, liebe DB AG, da müßt Ihr Euch etwas anderes einfallen lassen, das ist ja als würde man den Hannoveranern ihren „Schwanz“ abschneiden ;-) http://www.haz.de/Hannover/Fotostrecken-Hannover/150-Jahre-Treffpunkt-unterm-Schwanz. Hoffentlich zumindest bleibt die Modellbahn erhalten, dann könnte man sich in Zukunft an den „kleinen Lok“ treffen :-0

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