Altona / Altona-Nord. Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -Psychosomatik des UKE, versendete am Sonntag ein Statement. Bei ihm ist der strafunmündige Junge in Behandlung, der nach eigenen Angaben das Feuer in der Eimsbütteler Straße gelegt hatte. Inzwischen verkündete die Staatsanwaltschaft aufgrund des Alters des Kindes keine weiteren Maßnahmen einleiten zu wollen.

Der Arzt in seinem Statement: “Täter ist ein 13-jähriger Junge, der sich in kinderpsychiatrischer Behandlung befindet. Da alle sprachlos und wütend vor dieser Tat stehen, halten wir es für wichtig, trotz bestehender Schweigepflicht die Öffentlichkeit so weit es geht zu informieren. In Absprache mit den ebenso tief erschütterten Angehörigen des Jungen können wir folgendes mitteilen: Die Tat war weder politisch noch persönlich motiviert. Der Junge kannte weder das Haus noch seine Bewohner. Er ist kein notorischer Brandstifter, der die Feuerwehr einmal bei einem bei einem Einsatz erleben wollte. Seine Mitgliedschaft bei der Jugendfeuerwehr war ihm aufgrund des Zugehörigkeitsgefühls sehr wichtig. Es handelt sich um einen ungerichteten aggressiven Impuls, der nicht vorhersehbar war. Am Mittwoch hatte er für alle unvorhersehbar und plötzlich den Impuls, Papier in einem ihm unbekannten Haus anzuzünden. Die Folgen seines Handelns waren ihm nicht klar. Keinesfalls wollte er das Haus anzünden. Wir können und dürfen nicht alle Fragen beantworten. Unsere Aufgabe ist es, den Jungen so zu behandeln, dass er trotz dieser schweren Schuld weiterleben kann”, so die Originalmitteilung.

Die Aufklärung über Motive des Jungen steht aus. Ein “aggressiver Impuls” begründet noch nicht, weshalb es dazu kam. Das Hamburger Abendblatt recherchierte, dass die Brandlegung am Todestag des verstorbenen Vaters des Kindes erfolgt sein soll. Der Arzt ging am Sonntag mit der Erklärung in die Offensive, um etwas Ruhe für die Behandlung des Jungen zu gewinnen. Offenbar ist der Junge erkrankt, soviel stünde fest.

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