Altona / Altona-Altstadt. Seit Jahren sei die Unterführung zwischen Fischmarkt und der Hexenberg-Siedlung in einem „verwahrlosten“ Zustand. Insbesondere bei Dunkelheit werde der Tunnel von Anliegern offenbar nicht gerne genutzt. Aus Mitteln der Sicherheitskonferenz könnte jetzt dort investiert werden. Ein Antrag in der BV listet die Schwächen auf, etwa „wilde Graffitis“, schlechte Ausleuchtung des Tunnels und der Vorplätze, defekte Leuchtmittel“. Die Nutzung des Tunnels als Übernachtungsplatz und der Bauwagen des Vereins Papageienfischland e.V. schaffe „einen uneinsehbaren Bereich, der zur Vermüllung und Notdurftverrichtung einlädt“.

Das Bezirksamt solle ein Handlungskonzept zur Umfeldverbesserung der Fußgängerunterführung Breite Straße kurzfristig im zuständigen Ausschuss vorstellen. Folgende Vorschläge seien einzubeziehen: „Verbesserung der Beleuchtungssituation im und vor dem Tunnel, Entfernung/Übermalung der wilden Graffitis durch „offizielle“ Street-Art, Installation von Lautsprechern mit klassischer Musik, Entfernung des Bauwagens in Abstimmung mit dem Verein. Anwohner sollen an weiteren Planungen eng beteiligt werden. Andreas Grutzeck (CDU, MdBV): „Oft sind es die kleinen Dinge, über die sich Menschen in ihrer Nachbarschaft ärgern. Hier haben wir die Chance, mit vergleichsweise wenig Geld eine spürbare Verbesserung des Wohnumfeldes zu erreichen.“

6 KOMMENTARE / LESERBRIEFE

  1. Mmmh, soll der „Hexenberg“ etwa demnächst „aufgewertet“ werden?

    Oder sind es die geplanten neuen Schikimicki Bauten (statt der schönen alten Häuser) an der Breiten Strasse?

    Schon seltsam, jahrzehntelang interessiert es keine Sau, dann muss plötzlich ganz dringend und sofort die „Aufenthaltsqualität“ verbessert werden….

    • Das sind die Ankündigungen, die stutzig machen. Der Große Bergstraße wurde jahrelang mit ähnlichen Argumenten medial für die Ikea Ansiedlung „vorbereitet“. Die „Aufenthaltsqualität“ wurde mit dem „Schandfleck“, den „Billigläden“ u.ä. umschrieben, die Lokalpolitik verminderte das Angebot auf der Großen Bergstraße usw. und manche eher ängstliche Bewohner der Vororte trauten sich dann nicht mehr in das Viertel. Und der Tunnelblick der Lokalpolitiker engte sich mehr und mehr ein, auf ein Ziel: den „Ankermieter“- das mußte dann Ikea sein. Jetzt schreibt das Hamburger Abendblatt schon über den aktuellen Aufschwung und die gut besuchten Cafés auf der Großen Bergstraße. Mit der Ikea Baustelle hat dies nichts zu tun.

  2. Wie, was? In dem Fischmarkttunnel campieren schon seit längerer Zeit keine „Obdachlosen“ mehr, es gibt ohnehin kaum einen lauteren und kälteren Ort in der Gegend. Das selten blöde Kopfsteinpflaster lässt zwar etwas angetrunkene Szenegänger öfter stolpern, ausgeleuchtet ist der Tunnel ausreichend. Bei etwas kälteren Temperaturen ist es dort unangenehm zugig und eiskalt, das wird durch die sogenannte klassische Musik nicht anders. Aproppos „klassische Musik“- gemeint ist damit wohl die Drogenvertreibunsgmusik von A.Vivaldi, die Hr. Schill mal für den Ahuptbahnhof empfahl – die zählt zur Barockmusik, nicht mal darin kennen sich die Antragsteller aus.

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